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3rd Comprehensive Hearing Implant Workshop

Zahlreiche chirurgische Experten nahmen am 5. bis 7. September 2013 im Landesklinikum St. Pölten am „Comprehensive Hearing Implant Workshop“ teil.


Die teilnehmenden Spezialisten am 3rd Comprehensive Hearing Implant Workshop

Bohrübungen am künstlichen Felsbein

Einmal mehr trat die Hals-, Nasen- und Ohrenabteilung des Landesklinikums St. Pölten unter der Leitung von Primar Prof. Dr. Georg Sprinzl als Kompetenzzentrum ins Scheinwerferlicht der Medizinwelt, da sich 29 Chirurgen aus 17 Nationen dort zu einem Workshop zum Thema aktive Hörimplantate trafen. Die Veranstaltung, die zuvor schon zwei Mal unter der Leitung von Professor Sprinzl an seiner vorherigen Wirkstätte in Innsbruck durchgeführt worden war, wurde mit drei Live-Operationen eingeleitet: einer EAS-Implantation, die eine spezielle Version der Cochlea-Implantation darstellt, sowie jeweils einer Implantation eines aktiven Mittelohrimplantats und eines knochenverankerten Implantats.

Im anschließenden Temporal Bone Lab konnten die Teilnehmenden dann an acht Bohrstationen selbst diese Eingriffe am künstlichen Knochen erproben. Dieser praktische Teil wurde durch die Beistellung von Instrumenten, Dummy-Implantaten und Phacon-Bones unterstützt.  Bei den abschließenden Präsentationsblöcken wurden von 10 namhaften Experten genaue Indikationen, optimaler Operationsverlauf, aktuelle Technologien der Implantate und die mit der Operation verbundenen Erfolgsmöglichkeiten besprochen.

Unter den Vortragenden war neben dem Implantations-Team der Abteilung und weiteren Spezialisten aus Europa, USA und Korea auch der ehemalige Primar der Abteilung, Prof. Dr. Dr.hc Klaus Böheim, zu hören, der mit seinem Team im Jahr 2001 das Implantationsprogramm am Landesklinikum St. Pölten gestartet hatte, das nun unter der Leitung von Prim. Sprinzl weiterentwickelt wurde und im Comprehensive Hearing Implant Workshop einen weiteren Glanzpunkt gefunden hat.  Aufgrund des regen Interesses an freien Teilnahmeplätzen und dem großen Erfolg der Veranstaltung dürfen interessierte HNO-Chirurgen auf einen ähnlichen Workshop im nächsten Jahr hoffen.