56. Österreichischer HNO-Kongress in St. Pölten: Motto „Klinik und Praxis – Wissen teilen“
Der 56. österreichische HNO-Kongress wurde diesmal vom 12. bis zum 15. September 2012 im WIFI St. Pölten vom Leiter der HNO-Abteilung am Landesklinikum St. Pölten, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Klaus Böheim, als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ausgerichtet.

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Klaus Böheim organisierte den HNO-Kongress, über 600 Mediziner Mediziner aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland informierten sich über Neuerungen und den aktuellen Forschungsstand.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Klaus Böheim und Dr. Robert Griessner, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding
Das Kongressmotto lautete: „Praxis und Klinik – Wissen teilen“, weil nur eine gute Vernetzung zwischen den niedergelassenen Ärzten und den in Krankenhäusern und Kliniken tätigen Ärzten die optimale Behandlung der ihnen anvertrauten Patienten garantiert. Die feierliche Eröffnung erfolgte durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. In seiner Festrede unterstrich Dr. Pröll die politische Verantwortung des Landes und seine Unterstützung für die Beibehaltung und den weiteren Ausbau des hohen Niveaus der medizinischen Leistungen in Niederösterreich. Pröll bedankte sich beim Kongresspräsidenten Prof. Böheim und seinem Team für die erwiesene herausragende medizinische und menschliche Versorgung an der HNO-Abteilung des Landesklinikum St. Pölten. Mehr als 600 Mediziner aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland informierten sich über Neuerungen und den aktuellen Forschungsstand im weit gefächerten Gebiet der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie. In Rundtischgesprächen und über 100 Referaten wurden topaktuelle Themen, wie die Wiederherstellung des Gehörs mit innovativen elektronischen Implantaten, präsentiert. Breiter Raum galt Vorträgen und der Diskussion der zunehmenden Häufigkeit von Rachenkrebs, der durch Viren ausgelöst wird, die auch bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs eine wichtige Rolle spielen. Ein wichtiges Rundtischgespräch thematisierte die praktisch wichtige Frage: “’Standardisierte und/oder individualisierte Behandlung von Tumoren“. Weiters wurden neue Erkenntnisse bei der Behandlung von Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, der Schädelbasis und des Gleichgewichtssystems ausgiebig erörtert. Darüber hinaus wurden ebenso schönheitschirurgische Eingriffe, wie Korrekturen der Nase und der Ohren, umfassend thematisiert. Ein weiterer Rundtisch beschäftigte sich mit medikolegalen Fragen bei Operationen im Kopf-Hals-Bereich. Als weiterer Schwerpunkt der Tagung wurde direkt umsetzbares, praktisches Wissen in zahlreichen praktischen Kursen vermittelt, wie für die Behandlung von Tinnitus, Schwindel und Unfällen im Kopf-Halsbereich. Ein großer zeitlicher Rahmen war auch den Tagungen einzelner Arbeitsgemeinschaften der österreichischen HNO-Gesellschaft, wie für Allergie, Endoskopie und kindlichen Hörstörungen gegeben. Das Gesellschaftsprogramm stand unter dem Motto: Spätsommer im Kulturland Niederösterreich mit Veranstaltungen im Niederösterreichischen Landesmuseum und im Schloss Grafenegg, um den Kongressbesuchern einen Einblick in die reichhaltige Kultur unseres Landes zu bieten. Dem Kongress war eine umfangreiche medizinische Industrieausstellung angeschlossen.





