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Australische Ärzte informieren sich im Landesklini-kum Scheibbs über eine schonende Hüftoperationsmethode

Gastärzte aus Australien informierten sich im Landesklinikum Scheibbs über die muskelschonende Hüft-Operationstechnik, die im Mostviertel von OA Dr. Schwaighofer seit Jahren erfolgreich angewendet wird.


Die australischen Ärzte zeigen sich beeindruckt von der schonenden Hüftoperationsmethode.

iAm 28. Mai 2014 begrüßte OA Dr. Erwin Schwaighofer Gastärzte aus Australien im Rahmen einer sogenannten Hospitation. Die Ärzte sind angereist, um sich über die muskelschonende Hüft-Operationstechnik zu informieren. Der sogenannte „vordere Zugang“ wird mit dem Vitality®-Hüftsystem erfolgreich umgesetzt und ist ein Angebot für Patientinnen und Patienten mit degenerativen Hüftgelenksabnutzungen. Für dieses schonende Operationsverfahren wurden spezielle Instrumente und ein eigener Lagerungstisch entwickelt.  

Der große Vorteil bei dieser sehr schonenden Methode ist, dass weder Muskel- noch Nervengruppen durchtrennt werden. Die Muskelspannung bleibt erhalten und wichtige Weichteile werden belassen. Dadurch ist einem Ausrenken des Gelenkes (Luxation) bestens vorgebeugt. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies vor allem, dass sie schneller selbstständig beweglich und schmerzfrei mobil sind. Es gibt nur einen minimalen Blutverlust und Dank der Schonung von Muskeln, Gefäßen, Sehnen und Nerven tritt kein postoperatives „Hinken“ auf. Die Patientinnen und Patienten können das Krankenhaus früher verlassen, im Beruf und in der Freizeit wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen und ihren Alltag schneller ohne fremde Hilfe meistern. Es ist nur eine kleinstmögliche Operationsnarbe ersichtlich und durch den minimalinvasiven Eingriff treten weniger Schmerzen und eine schnellere Rehabilitation auf. Es werden modernste Implantate verwendet, die Operation dauert üblicherweise nur 45-60 Minuten.

In vielen Fällen wird eine Hüftgelenksersatzoperation in Österreich noch seitlich gemacht, in manchen Ländern sogar von hinten. Um zum Hüftgelenk zu kommen, muss der Chirurg dann direkt durch die Muskeln durch, das bedeutet die Muskeln werden durchschnitten und gequetscht; auch Nerven können dabei verletzt werden. Selbst wenn Muskeln wieder verheilen, werden diese durch Narben schwächer. Um das zu vermeiden wählt OA Dr. Schwaighofer seit Jahren einen Zugang, der nicht nur zwischen zwei Muskelgruppen sondern auch zwischen zwei Nervenversorgungsgebieten führt. Die Muskeln werden nur beiseite geschoben und nicht durchtrennt. Nerven liegen außerhalb des Operationsbereiches und bleiben unberührt. Ein wesentlicher Beweggrund ist dabei, dass vor allem die wichtige Glutealmuskulatur (Gesäßmuskeln) am besten geschützt werden kann. Das wurde auch in MRT-Studien eindrucksvoll nachgewiesen und entspricht den mehrjährigen Erfahrungen des LK Scheibbs in der Praxis.  

Da die Orthopädie international ein hochstandardisiertes Fachgebiet ist, waren Gemeinsam-keiten zwischen den Ärzten natürlich schnell gefunden. Diese Hospitation war für sie der Startschuss zu einem intensiven Trainingsprogramm, um in Zukunft auch Ihren Patientinnen und Patienten in Australien diese schonende Methode anbieten zu können.