Checklisten für noch höhere Patientensicherheit im LK Gmünd
Auf den Abteilungen und in den Operationssälen des LK Gmünd erhöhen Checklisten die Sicherheit von Patienten bei operativen Eingriffen.

(v.l.) Pflegestandortleiterin DGKS Herta Weissensteiner, DGKS Bettina Weiß, OP-Pflegeleiter DGKP Jürgen Mayer und OA (Anästhesie) Martin Hausleitner präsentieren die Checklisten und Patientenarmbänder.
Checklisten, in der Luftfahrt schon lange selbstverständlich und erfolgreich angewendet, werden nun vermehrt auch im Gesundheitswesen genützt. Eine Studie der WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat gezeigt, dass durch die Einführung und Verwendung von Checklisten die Sicherheit für Patientinnen und Patienten stark erhöht werden kann. Eine Operation ist ein äußerst aufwendiger Vorgang, bei der viele Beteiligte verschiedenste Aufgaben wahrzunehmen haben. Im Landesklinikum Gmünd wird derzeit ein Risikomanagement installiert: Das Projekt der Checklisten für Patientinnen und Patienten, bei denen ein operativer Eingriff nötig ist, ist nun abgeschlossen. Somit steht dem Landesklinikum Gmünd eine zusätzliche Sicherheitsebene zur Verfügung, die wenig Zeit in Anspruch nimmt, und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten garantiert. „Der Check der zu operierenden Patientinnen und Patienten beginnt bereits auf der Station. Das diplomierte Pflegepersonal überprüft die Identität des Patienten und die Seite des OP-Eingriffs wird vom Facharzt markiert“, erklärt DGKS Bettina Weiß, die maßgeblich an der Entwicklung der Checklisten beteiligt war. „Grundlage, dass der Patient in den OP kommt, ist die vollständig ausgefüllte OP-Vorbereitungsliste der Station. Wenn der Patient mit dieser Liste in den OP kommt, befindet sich auf der Rückseite die OP-Checkliste. Diese ist in drei Abschnitte unterteilt – vor Narkoseeinleitung, vor OP-Beginn und vor Verlassen des OPs.“ Dabei werden Schritte kontrolliert, wie z. B. abermals die Identität des Patienten, die Seite des OP-Eingriffs, etwaige Allergien, die Vollständigkeit der Instrumente und Funktionalität der Geräte. Die Anwendung der Liste ist verpflichtend, der Aufbau wurde entsprechend den lokalen Bedürfnissen und Gegebenheiten angepasst. Der Ärztliche Standortleiter Prim. Dr. Michael Böhm ist überzeugt, dass „die Einführung von Checklisten in verschiedenen Bereichen des Landesklinikums Gmünd ein weiterer bedeutender Schritt ist, um die Patientensicherheit abermals zu verbessern und mögliche Risiken auf ein Minimum zu reduzieren.“





