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Datum: 29. Dezember 2013 Wissenschaft trifft Kunst: eine besondere Fortbildungsveranstaltung im Arnulf-Rainer-Museum

Mit einer einzigartigen Atmosphäre konnte vor kurzem eine medizinische Fortbildungsveranstaltung aufwarten. Diese fand nämlich im Arnulf-Rainer-Museum in Baden statt. Das zentrale Thema der beiden Hauptreferenten Prim. Dr. Helmut Trimmel, Leiter der Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin im LK Wiener Neustadt, sowie des Pharmazeuten Mag. Dr. Gunar Stemer waren dabei neue Konzepte bei der Analgosedierung an der Intensivstation. I


(v.l.) Prim. Dr. Helmut Trimmel, Mag. Gabriele Schrammel und Mag. Dr. Gunar Stemer

ntensivmediziner aus verschiedensten niederösterreichischen Landeskliniken waren der Einladung gefolgt und ließen sich diesen interessanten Abend nicht entgehen. Prim. Trimmel stellte im Rahmen seines Vortrages wissenschaftliche Empfehlungen zu Analgesie und Sedierung von Intensivpatienten vor. Besondere Beachtung fiel dabei auf das Monitoring und die Dokumentation von Schmerzfreiheit und Sedierung sowie auf die Delirprävention.  In diesem Zusammenhang spielt eine in Europa neue Substanz, nämlich Dexmedetomidin, eine wichtige Rolle. Die Teilnehmer diskutierten unter der Moderation von Mag. Gabriele Schrammel, Leiterin der Krankenhausapotheke im LK Wiener Neustadt, über ihre Erfahrungen mit diesem Medikament sowie generell über den zielorientierten Einsatz neuer Medikamente.  „Die Wirkungsmechanismen und Nebeneffekte von Dexmedetomidin haben sich als sehr günstig erwiesen. Aufgrund von Schmerzfreiheit, höherer Kooperationsbereitschaft sowie geringerer Delirinzidenz haben Patienten eine kürzere Liegedauer. Dadurch kann auch die Intensiv- und Krankenhausbehandlung aus ökonomischer Sicht effizienter gestaltet werden“, betont Trimmel. Im Anschluss an den medizinischen Teil des Abends gab es für die Teilnehmer dieser Fortbildungsveranstaltung eine exklusive Führung durch das Arnulf Rainer Museum. „Ich freue mich, dass so viele interessierte Kollegen erschienen sind, um diese einmalige Gelegenheit, Wissenschaft und Kunst miteinander zu verbinden, gemeinsam zu genießen“, so Trimmel abschließend.