Der Team-Player
Ing. Dipl.-Kfm. Heinz Eichwalder ist seit 17 Jahren technischer Leiter und gemeinsam mit seinem Team verantwortlich für über 6.000 Geräte im Landesklinikum Horn – und das mit großer Leidenschaft.

Liebt die Vielfalt in seinem Beruf: Ing. Dipl.-Kfm. Heinz Eichwalder, technischer Leiter im LK Horn

Heinz Eichwalder und sein Team.
„Das Team ist mir das Wichtigste“, betont Ing. Dipl.-Kfm. Heinz Eichwalder, technischer Leiter im Landesklinikum Horn, gleich eingangs. „Ich bin zwar der Leiter, aber nur mich vor den Vorhang zu holen, wäre unfair. Ohne mein tolles Team könnten wir im Landesklinikum sicher nicht so gute Arbeit leisten.“ Und diese Arbeit der Haustechniker ist enorm vielfältig und besteht aus administrativen Aufgaben wie der Verwaltung von sämtlichen Schlüsseln oder der Medizingerätedatei, ebenso gehört die Abwicklung von Projekten im Bereich Neubau, Umbau und Sanierung dazu, sowie die Medizin-, Steuer- und Messtechnik und die Betreuung von Spezialanlagen wie Brandmeldeoder Medizingasanlagen – insgesamt 6.000 Geräte betreuen die Experten im LK Horn. Und das 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Neben fixen Arbeitszeiten gibt es für das ganze Team auch Bereitschaftsdienste bei Nacht und am Wochenende, die „im Radl“ wechseln. Das Team besteht aus elf Mitarbeitern, bei denen acht den Bereitschaftsdienst machen: Das sind vier Elektriker, zwei Installateure, ein Schlosser und ein Brandschutzbeauftragter, der ebenfalls Installateur ist. Neben Eichwalder selbst gibt es noch einen Bautechniker und ein Sekretariat. Der Leiter über seine Mitarbeiter: „Die Stärke meines Teams ist, dass jeder Arbeiten von Fachbereichen eines anderen übernehmen kann. Bei einem Bereitschaftsdienst wäre das anders gar nicht möglich und das fördere ich gezielt mittels Schulungen.“
Techniker mit Leib & Seele
Der verheiratete Vater zweier Söhne bezeichnet sich selbst als „Techniker mit Leib und Seele“: Als ausgebildeter Elektroniker war er seit seiner Ausbildung am TGM in Wien stets im Bereich Technik und Produktion tätig sowie Leiter mittelgroßer Teams. „Auch im Landesklinikum Horn bin ich sowohl Techniker und in der Produktion tätig. Das klingt vielleicht wie ein Widerspruch, weil wir hier keine Produktion im klassischen Sinne haben, aber wir produzieren Dienstleistungen.“ Warum ist er im Landesklinikum Horn gelandet? „Weil ich Sehnsucht nach dem Waldviertel hatte“, schmunzelt Eichwalder, und meint: „Obwohl mir die Produktion manchmal abgeht, kann ich hier kreativ gestalten und gute Dienstleistungen für die Mitarbeiter im gesamten Klinikum produzieren – und ihnen den Rücken freihalten.“ Und damit meint er, für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sämtliche Formalismen erledigen und Prüflisten, die vom Gesetzgeber vorgegeben sind, einhalten und organisieren, Reparaturen erledigen, Behördenverfahren koordinieren und vieles mehr. „Das Beste an meinem Beruf ist die unglaubliche Vielfalt und Breite an Tätigkeiten, für die ich verantwortlich bin. Das muss man mögen und es ist eine große Herausforderung, aber für mich macht es diesen Beruf umso spannender“, schildert Eichwalder. Und dass er seinen Job gut macht, zeigen die Ergebnisse des EQFM-Modells 2012 (Qualitätsmanagement, siehe G&L INTERN 06/12): Die Technik hat hier ein hervorragendes Ergebnis erreicht, freut sich Eichwalder. Das Know-how für das Qualitätsmanagement hat der technische Leiter schon aus seinen vorigen beruflichen Tätigkeiten mitgebracht, genauso wie nach Legal-Compliance-Richtlinien zu arbeiten – das heißt, die Arbeit auch immer rechtskonform zu erfüllen.
Bierbrauen & Wildwasserfahren
Aber nicht nur im Job liebt der gelernte Brandschutzbeauftragte die Vielfalt. Einen Ausgleich zu der fordernden Führungsposition findet er in Hobbys, die unterschiedlicher nicht sein können: Vom Bierbrauen und Essigansetzen über das Herstellen von Keramik und einer eigenen Pflanzenkläranlage im Garten bis hin zum Wild- wasserfahren, Snowboarden, Volleyballspielen (am hauseigenen Volleyballplatz) und Theaterspielen gibt es kaum etwas, das der leidenschaftliche Heimwerker noch nicht ausprobiert hat. „Man kann nicht immer alles gleichzeitig machen, da gibt es immer Phasen für das eine oder andere. Im Moment geht es bei meinen Hobbys vor allem um Naturprodukte mit interessanten Herstellungsprozessen wie beim Bierbrauen. Vielleicht ist dort mein Wunsch nach eigener Produktion ein bisschen abgedeckt – und das Endprodukt ist ein netter Nebeneffekt“, lacht Eichwalder. Das Interesse in unterschiedliche Bereiche und die Toleranz gegenüber anderen Menschen sind für ihn ganz zentral: „Grundsätzlich bin ich für absolute Freiheit. Aber sie endet dort, wo ich die Freiheit des anderen einschränke – und da muss Toleranz greifen.“ Ein Motto, das der technische Leiter auch noch nach 17 Jahren tagtäglich in seinem Beruf einhält.





