Die Mama ist immer dabei! Ein besonderes Service hilft Kindern die Angst bei Operationen zu nehmen
Ein Aufenthalt im Krankenhaus stellt gerade für Kinder und ihre Eltern eine außergewöhnliche Belastung dar. Vor allem die Situation vor und nach Operationen ist mit vielen Ängsten verbunden und verlangt daher auch vom gesamten Personal ein besonderes Maß an Einfühlungsvermögen und Fürsorge. Am Landesklinikum Krems bietet man seit einiger Zeit ein besonderes Service für Kinder und ihre Eltern.

Wenn der kleine Emil in der Kinderecke aufwacht, dann hält die Mama schon die Hand. DGKS Helene Winkler und Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Koinig sind mit Recht stolz auf diese besondere Serviceleistung.
„Es ist uns ein ganz besonderes Anliegen, dass das Kind so lange es wach ist immer einen vertrauten Menschen bei sich hat. Das gibt ihm auch in dieser Ausnahmesituation ein Gefühl der Geborgenheit.“, erklärt DGKS Helene Winkler, Stationsleitung der Abteilung für Anästhesie am LK Krems. Die Eltern begleiten Ihr Kind bereits beim Transport von der Kinderstation in den OP- Bereich. Dort erhalten sie die notwendige Schutzkleidung und bleiben auch direkt im Operationssaal bei ihrem Kind, bis es ganz eingeschlafen ist.
Sobald das Kind in den Aufwachraum verlegt wird dürfen die Eltern zu ihm, so dass das Kind beim ersten Erwachen sofort wieder jene vertraute Person sieht, die es schon beim Einschlafen bei sich hatte. „Ich sehe das nicht einfach als zusätzliche Serviceleistung, sondern möchte auch darauf hinweisen, dass diese Maßnahme nachweisbar zu einer Reduktion des Stresslevels führt und damit auch medizinisch begründbar ist.“, stellt Prim. Univ.-Prof. Dr. Herbert Koinig, Leiter der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, fest. Manche Eltern legen sich während der Aufwachphase zu ihren Kindern ins Bett; andere nehmen ihre Kleinen auf den Schoß. “Erlaubt ist, was gut tut”, meint DGKS Helene Winkler und berichtet von Fällen, bei denen Familien eine weite Anreise in Kauf nehmen, nur um ihren Kindern diese außergewöhnliche Betreuung ermöglichen zu können.





