Gut vernetzt in der psychiatrischen Pflege
Am Donnerstag, den 3. Oktober 2013, fand das 4. Netzwerktreffen der psychiatrischen Pflege im Festsaal des Landesklinikum Hollabrunn statt. Zahlreiche Gäste nahmen an diesem ganztägigen Event teil.

Die Organisatoren des Netzwerktreffens mit den Referenten aus dem Landesklinikum Hollabrunn: (v.l.) STL DPGKP Werner Schindelbeck, STL DPGKP Franz Binder, Pflegedirektorin DGKS Ingrid Czink, OA Dr. Wolfgang Grill, DPGKS Karin Zahnt, Mag. Michael Rehrl, DPGKS Claudia Dauböck und Regionalmanager DI Jürgen Tiefenbacher
Diese Veranstaltung, welche speziell auf die Bedürfnisse der psychiatrischen Pflege ausgerichtet ist, findet einmal jährlich abwechselnd in einem niederösterreichischen Landesklinikum mit einer psychiatrischen Abteilung statt. Intention hierbei ist die fachspezifische Vernetzung der psychiatrischen Pflegekräfte im Land Niederösterreich.
Eingangs begrüßten DGKS Ingrid Czink, akad. gepr. Leiterin des Pflegedienstes am Landesklinikum Hollabrunn, und Dipl. Ing. Jürgen Tiefenbacher, Regionalmanager Weinviertel, die Gäste.
Pflegedirektorin DGKS Ingrid Czink betonte, wie wichtig es ist, ein berufliches Netzwerk zu knüpfen, denn „an Beziehungen und Kontakten zu arbeiten und diese zu pflegen bedeutet, Gemeinsamkeiten aufzugreifen, Gespräche zu führen und die Türen für Neues zu öffnen.“ Sie bedankte sich bei ihren Kolleginnen und Kollegen für das großartige Engagement, für das Einfühlungsvermögen sowie für die gelebte Professionalität.
Während des Netzwerktreffens der psychiatrischen Pflege präsentierten die Vortragenden einen Überblick über die Entwicklung der sozialpsychiatrischen Abteilung am Landesklinikum Hollabrunn sowohl im stationären als auch im tagesklinischen und ambulanten Bereich. Weitere Tagungsinhalte waren überdies: „Betreuungskonzept – Beziehung statt Beschränkung und Pflegevisite als Qualitätsinstrument“. Mag. Michael Rehrl, Psycho- und Lehrtherapeut in der Sozialpsychiatrischen Tagesklinik am Landesklinikum Hollabrunn, referierte über das Thema „Tut reden gut? – Störungsspezifischer Umgang mit traumatisierten Patientinnen und Patienten“. Der „Transfer von pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen in die psychiatrische Pflegepraxis“ war Inhalt des Vortrages von Pflegemanager Dr. Harald Stephan, MSc, Oberpfleger im Otto-Wagner-Spital in Wien. Dr. Sabine Röckel stellte das Projekt KIPKE (Kinder psychisch kranker Eltern) vor. Bei den hierbei stattfindenden Beratungen wird kindergerecht über die Erkrankung des Elternteils informiert und die Kinder sollen von Angst- und Schuldgefühlen und von übergroßer Verantwortung entlastet werden.
„Alle im Pflegebereich eingesetzten Maßnahmen sollen den Patientinnen und Patienten zu Gute kommen“, signalisierte Regionalmanager Dipl. Ing. Jürgen Tiefenbacher, „Ziel ist es, durch den intensiven Erfahrungsaustausch die wissenschaftlichen Ergebnisse aus der Pflegeforschung sinnvoll und effektiv in der Praxis anzuwenden.“
Das vom Fachpflegepersonal des Landesklinikums Hollabrunn organisierte 4. Netzwerktreffen der psychiatrischen Pflege bot für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer informative und interessante Stunden. Im Vordergrund standen die fachspezifische, qualitative und professionelle Vernetzung sowie der Erfahrungsaustausch in Theorie und Praxis.





