Herzinfarkt: Einzigartiges Netzwerk Ost bietet optimale Versorgung in der Region
Mödling – Wiener Neustadt – Eisenstadt: Dieses Dreieck steht seit fünf Jahren für die optimale Herzinfarktversorgung im südlichen Niederösterreich und nördlichen Burgenland.

(v.l.) Prim. Univ.-Prof. Dr. Leo Marosi, Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Silberbauer, Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger und Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Pidlich

Im LK Wiener Neustadt wurde eines der modernsten Herzkatheterlabors in Europa errichtet.


In den vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt mehr als 2.000 Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt durch Katheterintervention in den Landeskliniken Mödling und Wiener Neustadt sowie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt behandelt – an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden pro Tag. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum rund 18.000 Untersuchungen und Behandlungen. Diese Kooperation ermöglicht durch rotierende Bereitschaft der drei Kliniken seit fünf Jahren auch zu Nachtzeiten, an den Wochenenden und Feiertagen eine optimale Betreuung nach höchsten medizinischen Kriterien. Eine Zusammenarbeit in der Herzinfarkt-Akutversorgung gibt es sogar schon seit zehn Jahren. „Im Landesklinikum Wiener Neustadt konnte mit der Übersiedlung in den modernen Raumzellenbau im vergangenen Jahr ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Behandlungsqualität gesetzt werden. Auf der II. Internen Abteilung unter der Leitung von Prim. Univ.-Prof. Dr. Leo Marosi steht nun eine innovative Anlage zur Koronarangiographie nach dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung. Erste Angiographie-Untersuchungen fanden im Landesklinikum Wiener Neustadt bereits 1986 statt“, so der Ärztliche Direktor Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek. „Der Umzug in den Raumzellenbau sowie die Investition in neue Untersuchungseinheiten ermöglicht es uns, in Wiener Neustadt eine hoch qualitative Behandlung in einem für Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen angenehmen Umfeld anbieten zu können. Die Intensivstation im neu geschaffenen Gebäude der II. Internen Abteilung liegt unmittelbar neben dem Herzkatheterlabor. Dadurch können auch schwerstkranke Patienten im Schock unter Reanimationsbedingungen behandelt werden“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Leo Marosi. Innovation bietet auch der Standort Mödling. „Als besondere Maßnahme zur Qualitätssteigerung und -sicherung wurde das Herzkatheterlabor im vergangenen Jahr ISO zertifiziert. Neben der Versorgung akuter Herzinfarkte hat das Team rund um Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger seit der Eröffnung 2006 einen besonderen Schwerpunkt auf die Rhythmologie gelegt“, betont Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Pidlich, Ärztlicher Direktor LK Baden-Mödling. So zählt die Abteilung für Innere Medizin Mödling des LK Baden-Mödling mit mehr als 200 elektrophysiologischen Untersuchungen und rund 1.300 Untersuchungen im Herzkatheter-Labor pro Jahr heute zu den größten Kompetenzzentren für Elektrophysiologie im Osten Österreichs. „Unsere Abteilung garantiert aber nicht nur im Akutfall optimale Versorgung. Mit Aktionen wie ‚Schau auf dein Herz!’ setzen wir auch wichtige Impulse im Bereich der Prävention und ermutigen dazu, die ersten Schritte in ein gesünderes Leben zu setzen“, betont Prim. Univ.-Doz. Dr. Franz Xaver Roithinger. „Schau auf dein Herz!“ – die Aktion zur Prävention von Herzerkrankungen findet das nächste Mal am 5. Mai statt. Eine Besonderheit des Netzwerkes Ost zur Versorgung des akuten Myokardinfarktes ist die Kooperation über die Landesgrenzen Niederösterreichs hinweg mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, wo Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Silberbauer und sein Team an der dortigen Abteilung für Innere Medizin, die ebenfalls mit einem Herzkatheterlabor ausgestattet ist, die Patienten bestmöglich behandeln.





