Interdisziplinäre Schmerzkonferenz – Gemeinsam für ein schmerzfreies Leben
Gerade in Zeiten der immer größeren Zahl an chronischen Schmerzpatientinnen und -patienten stellen die Niederösterreichischen Schmerzkonferenzen eine wichtige Plattform für die Zusammenarbeit von Schmerzambulanzen, Kliniken ohne schmerztherapeutische Einrichtungen und in weiterer Folge dem niedergelassenen Bereich dar. Im Universitätsklinikum St. Pölten werden im interdisziplinären Setting die bestmöglichen Behandlungsstrategien für die betroffenen Patientinnen und Patienten entwickelt.
„Die Interdisziplinäre Schmerzkonferenz setzt dort an, wo Therapiemaßnahmen einer Fachdisziplin nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben. Fächerübergreifend wird über mögliche Therapieoptionen, Therapieoptierungen und an der Planung neuer Ansätze gearbeitet“, so Prim. Assoc. Prof. Dr. Christoph Hörmann, Leiter der Klinischen Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum St. Pölten.
Vier Mal jährlich findet die Niederösterreichische Schmerzkonferenz im Universitätsklinikum St. Pölten statt. Im ersten Teil der Schmerzkonferenz wird jeweils ein Leitthema von Expertenseite vorgebracht und in der Runde diskutiert. Die bisher eingebrachten Vorträge spiegeln ein breites Spektrum der Schmerztherapie wider, wie beispielsweise die chirurgische Therapie der Trigeminusneuralgie, das komplexe regionale Schmerzsyndrom, Schmerzen bei Rheuma oder auch die Neuraltherapie. Im Anschluss an die Expertenvorträge werden aktuelle Patientenfälle vorgestellt und konkrete Therapiekonzepte für die Betroffenen erarbeitet.
„Ein wesentlicher Aspekt der Konferenzen ist das Kennenlernen der schmerzmedizinischen Einrichtungen und Therapiemöglichkeiten in Niederösterreich, denn damit leisten sie einen großen Beitrag zur Verwirklichung eines niederösterreichweiten Schmerznetzwerkes“, betont Oberärztin Dr. Gabriele Graggober, MSc, Klinische Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum St. Pölten.
Die Schmerzambulanz des Universitätsklinikums St. Pölten unter der anästhesiologischen Leitung von Prim. Assoc. Prof. Dr. Christoph Hörmann, pflegt eine lange Tradition interdisziplinärer Zusammenarbeit, vor allem mit den Abteilungen für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Neurochirurgie, Neurologie, der klinischen Psychologie und dem Palliativteam. Mit den Schmerzkonferenzen wurde die Interdisziplinarität nun auf die Fächer Innere Medizin, Psychiatrie und Strahlentherapie ausgedehnt, weitere sollen folgen. Zukünftig wird auch der niedergelassene Bereich in die Konferenzen mit einbezogen.
Im Rahmen der 7. Interdisziplinären Schmerzkonferenz am 16. November 2015 wird Dr. Norman Schmid, niedergelassener klinischer Psychologe, einen Vortrag über „Psychologische Schmerztherapie“ für Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten der Schmerzkonferenz halten.






