Katastrophenschutzübung „Mistel2012“
Am 10. und 11. Oktober fand eine Übung der behördlichen Einsatzleitung der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach unter Einbeziehung einiger Einsatzorganisationen bzw. Dienststellen statt, u.a. der Freiwilligen Feuerwehr, des Österreichischen Bundesheers, des Österreichischen Roten Kreuzes, der Polizei, der Stadtgemeinde Mistelbach, der Straßenmeisterei und natürlich auch des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf. Außerdem war an der Übung die Fachabteilung Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz des Amtes der NÖ Landesregierung beteiligt.

Bei einer Zwischenbesprechung, zu der Bezirkshauptmann WHR Dr. Gerhard Schütt (1. Reihe, 3.v.r.) einlud, konnten sich die Leiter der an der Übung beteiligten Organisationen über den Verlauf informieren, ebenso wie der Kommandant der Betriebsfeuerwehr OBI Manfred Koch und Primar Dr. Friedrich Marian als Bezirksarzt des Roten Kreuzes (3. und 2. v.l.).
Ziele dieser – rein theoretischen - Übung waren die Überprüfung der Funktionalität des neuen Sitzungssaales der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach als Einsatzzentrale der behördlichen Einsatzleitung für den Katastrophenschutz, die Festigung der Aufbau- und Ablauforganisation und das Üben der Zusammenarbeit mit den Verbindungsoffizieren bzw. Kontaktpersonen. Um die Übungsabläufe möglichst realitätsnah zu gestalten, kam während der gesamten Übung der Übungssimulator der Theresianischen Militärakademie Wiener Neustadt zum Einsatz.
Übungsannahme war neben diversen lokalen Ereignissen infolge eines orkanartigen Sturmes eine großräumige Überflutung im Raum Laa an der Thaya und Mistelbach. In weiterer Folge kam es zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem LKW, bei dem gefährliche Stoffe ausgetraten, wodurch die Bevölkerung von Poysbrunn evakuiert werden musste.
Dazu kam ein schwerer Unfall eines Autobusses mit tschechischen Staatsbürgern auf der Autobahn A 5, bei dem die Insassen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Versorgung erfolgte durch die Rot-Kreuz-Kräfte des Bezirkes Mistelbach und weiters durch die NÖ Landeskliniken im Nahbereich.
Insgesamt konnten 112 Personen während der zwei Übungstage ihre Kenntnisse für einen etwaigen Einsatz im Katastrophenfall optimieren. Zum Abschluss der Übung konnte festgestellt werden, dass die Zusammenarbeit des behördlichen Katastrophenstabes mit den Einsatzorganisationen im Bezirk Mistelbach gut funktioniert und der neue Sitzungssaal als Einsatzzentrale bestens geeignet ist. „Der Mistelbacher Weg der Kooperation und Zusammenarbeit hat sich wieder einmal bewährt“, stellte auch Bezirkshauptmann WHR Dr. Gerhard Schütt fest.





