Kinderabteilung des LK Mödling als gefragtes Kompetenzzentrum für Epilepsie
Neben der allgemeinen Kinder- und Jugendheilkunde sowie dem umfangreichen Versorgungsangebot von Neu- und Frühgeborenen (Neonatologie) bietet die Kinderabteilung des Landesklinikums Mödling auch ein Kompetenzzentrum für Psychosomatik und Neuropädiatrie. Besonders gefragt ist dabei das Know-how des Teams rund um Primarius Hauser in der Behandlung von Epilepsie.

Der kleine Florian Kinzel mit Prim. Univ.-Doz. Dr. Erwin Hauser und DKKS Heidi Lamprecht, Stationsleitung Kind 3&4
Seit seinen ersten epileptischen Anfällen 2007 wurden der kleine Florian Kinzel aus Bayern und seine Mutter in vielen Krankenhäusern und Spezialkliniken vorstellig. Doch die intensiven Bemühungen der dortigen Ärzte blieben weitestgehend erfolglos, auf Empfehlung einer anderen Mutter traten die beiden schließlich die Reise nach Mödling an. Nach ausführlichen Untersuchungen und neuem Therapieplan besserte sich hier der Zustand von Florian rasant. Bis heute kommt die Familie aus Deutschland alle zwei bis drei Monate zur Kontrolle nach Mödling. „Von Termin zu Termin wird der Zustand von Florian besser. Deswegen nehme ich die 450 km Fahrt nach Mödling gerne in Kauf, wir werden hier jedes Mal sehr familiär empfangen“, ist Andrea Kinzel dankbar. Gefragtes Zentrum. Nicht nur aus Deutschland, auch aus allen Teilen Österreichs kommen junge Patientinnen und Patienten mit epileptischen Anfällen regelmäßig zur Untersuchung an die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde. Pro Jahr kann das Kompetenzzentrum für Epilepsie am Landesklinikum Mödling rund 1.500 Patientenkontakte verzeichnen, 596 Patienten befinden sich derzeit in kontinuierlicher Betreuung. „Unsere jungen Patientinnen und Patienten werden ambulant wie auch stationär behandelt. Die Behandlung der Epilepsie beinhaltet die Durchführung von Routine-EEGs sowie von Langzeitmonitoring. Für jedes Kind wird ein spezielles Therapieprogramm entwickelt, das an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst wird. Unser umfassendes Angebot besteht aus Sozialarbeit, Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie“, erklärt Prim. Univ.-Doz. Dr. Erwin Hauser, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des LK Mödling. Infobox: Epilepsie bezeichnet ein Krankheitsbild mit mindestens einem spontan auftretenden Krampfanfall, der nicht durch eine vorausgehende erkennbare Ursache (beispielsweise eine akute Entzündung, einen Stromschlag oder eine Vergiftung) hervorgerufen wurde. Auf neurologischer Ebene ist ein solcher epileptischer Krampfanfall eine Folge anfallsartiger Entladungen von Neuronengruppen im Gehirn, die zu plötzlichen unwillkürlichen Verhaltens- oder Befindensstörungen führen. Die Ursachen von Epilepsie sind vielfältig und oft schwer identifizierbar. Mögliche Ursachen eines epileptischen Anfalls sind in den meisten Fällen Erkrankungen des Gehirns (wie zum Beispiel Hirntumore oder Infektionen) oder Stoffwechselerkrankungen.





