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Landesklinikum St. Pölten: Tag der Pflege

In jedem Jahr wird der Geburtstag von Florence Nightingale, der 12. Mai, als internationaler Tag der Pflege gewürdigt und das Thema „Pflege“ in den Fokus gerückt. Die Tochter (1820–1910) einer wohlhabenden britischen Familie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege.


Diplomierte Kinderkrankenschwester Waltraud Ressi mit einer kleinen Patientin samt Mutter

„Tagtäglich sind im Landesklinikum St. Pölten rund 1240 diplomierte Pflegekräfte und rund  320 Pflegehelferinnen und Pflegehelfer für das Wohle der Patientinnen und Patienten im Einsatz. Vor kurzem wurde die interdisziplinäre Entlassungsstation (IES) im Landesklinikum St. Pölten unter 35 Projekten mit dem 2. Platz beim österreichweiten ersten Pflege-Management-Award ausgezeichnet.Die Auszeichnung unterstreicht einmal mehr die hervorragenden Leistungen, die in den NÖ Landeskliniken angeboten werden und die hohe Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betont Landesrat Mag. Karl Wilfing.  

Jährlich wird der Geburtstag von Florence Nightingale, der 12. Mai, als internationaler Tag der Pflege gewürdigt und das Thema „Pflege“ in den Fokus gerückt. Aber was genau ist denn Pflege? Wann betrifft mich Pflege? Wann brauche ich Pflege? Und: gibt es Pflege nur im Krankenhaus? Diese Fragen stellt man sich kaum. Erst dann, wenn ein Angehöriger oder man selbst aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalles oder altersbedingt „Pflege“ benötigt. Das Angebot ist vielfältig und für den Einzelnen wohl auch schwierig zu überblicken.  

Der Beginn des Pflegeberufes liegt sehr weit zurück. Bereits im Mittelalter finden sich verschiedene Orden genauso wie weltliche Pflegekräfte. Zu dieser Zeit wird auch die erste Krankenpflegeschule gegründet, deren Ausbildung drei Jahre – solange wie heute – dauerte. Florence Nightingale organisierte die Pflege des Heeres im Krimkrieg. Am 24. Juni 1860 wurde in London die „Nightingale School of Nursing“ mit 15 Krankenpflegeschülerinnen im Alter von 25 bis 35 Jahren am St. Thomas’ Hospital eröffnet. Pflege fand zu dieser Zeit hauptsächlich im Familienverband, in Ordenshäusern sowie im ersten und zweiten Weltkrieg ihre Schwerpunkte.  

Heute findet sich die Pflege als eine der größten Berufsgruppen im medizinischen Bereich in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten wieder, sei es in einem Klinikum auf einer internen oder chirurgischen Station, in einer Ambulanz oder im Operationssaal, auf der Intensivstation, einer Dialysestation sowie den vielen anderen Fachgebieten der Medizin. Aber auch in der Hauskrankenpflege sind Gesundheits- und Krankenschwestern tätig und leisten einen sehr wertvollen Beitrag in der medizinischen Betreuungslandschaft.  

In der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Landesklinikums St. Pölten werden jährlich neue Diplomierte Pflegekräfte ausgebildet. Auf den unterschiedlichsten Abteilungen können die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen sammeln und ihr Wissen für die spätere Berufspraxis erwerben.  

Egal in welchem Einsatzgebiet, eines ist im Pflegeberuf immer mit dabei - das Herz für den Menschen! Wir alle freuen uns über eine Gesundheits- und Krankenschwester die den Menschen als Individuum erkennt, die auch die Familie und die Angehörigen miteinbezieht in die Pflege, das ist ganz besonders am Tag der Pflege eine wichtige Botschaft.  

Im Landesklinikum St. Pölten arbeiten rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Vorjahr wurden rund 53.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt, dazu kommen rund 542.000 Ambulanzkontakte. Vorrangiges Ziel ist dabei immer die medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Niveau.