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Landesklinikum St. Pölten: Tiefe Einblicke in die Kinästhetik der Pflege

Absolventen des Pflegestudiums der St. Charles University in Prag erhalten umfangreiche Einblicke in die Kinästhetik, eine Methode zur Mobilitätsförderung von Patientinnen und Patienten, in der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeschule und im Landesklinikum in St. Pölten.


Marianne Tanzer, MA, Direktorin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule (1. Reihe, 5.v.l.) und PhDr. Hana Svobodova, Rektorin des Krankenpflegestudiums der St. Charles University (1. Reihe, 6.v.l.) mit einer Gruppe von Absolventen aus Prag

Nach einer  Exkursion zweier Abschlussklassen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Landesklinikums St. Pölten zur St. Charles University in Prag, war PhDr. Hana Svobodova, Rektorin des Krankenpflegestudiums der St. Charles University mit einer Gruppe von 20 Absolventen zu Gast in der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeschule und im Landesklinikum in St. Pölten. Der fachliche Schwerpunkt dieser zweitägigen Exkursion lag dabei auf der Kinästhetik, eine Methode zur Mobilitätsförderung in der Pflege, die außerhalb des deutschsprachigen Raums noch nicht verankert ist.  

Im Rahmen eines Fachvortrages eines zertifizierten Kinästhetiktrainers in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule wurden die theoretischen Grundlagen dieser Methode erläutert, deren praktische Umsetzung die Besucher im Anschluss an der Neurologie des Landesklinikums St. Pölten beobachten konnten.  

„Ein doppelter Gewinn in der Kinästhetik ist eindeutig erkennbar: Die Anwendung von Kinästhetik in der Pflege leistet einen wertvollen Beitrag zu einem humanen und respektvollen Umgang mit pflegebedürftigen Patientinnen und Patienten wie auch zur Gesundheitsförderung des Personals“, erläutert  Michaela Gansch, MSc, Pflegedirektorin des Landesklinikums St. Pölten.  

Kinästhetik in der Pflege ermöglicht eine gezielte und systematische Hilfe zur Selbsthilfe. Patientinnen und Patienten werden bei Aktivitäten wie Essen, Aufsitzen, Aufstehen oder beim Bewegen im Bett so unterstützt, dass diese ihre Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen und ihre Bewegungskompetenz erhalten und erweitern können. Dadurch entfalten pflegebedürftige Menschen mehr Eigenaktivität und werden wieder schneller mobil.    

„In der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Landesklinikums St. Pölten werden jährlich rund 150 Diplomierte Pflegekräfte ausgebildet. Auf den unterschiedlichsten Abteilungen des Landesklinikums St. Pölten können die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen sammeln und ihr Wissen für die spätere Berufspraxis erwerben”, so Marianne Tanzer, MA, Direktorin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule.  

Tagtäglich sind im Landesklinikum St. Pölten rund 1240 Diplomierte Pflegekräfte und rund 320 Pflegehelferinnen und Pflegehelfer für das Wohle der Patientinnen und Patienten im Einsatz.