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Neue Palliativräumlichkeiten für noch mehr Servicequalität

Im Landesklinikum Hollabrunn bezog das Palliativteam Ende Oktober 2012 die neu gestalteten Räumlichkeiten, diese sind speziell den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen angepasst. Am 30. Oktober 2012 wurde dieser innovativ strukturierte Arbeitsbereich allen interessierten Klinikums-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern präsentiert.


(v.l.) DGKS Birgit Leißer, Palliativärztin Dr. Elisabeth Atzmüller, DGKS Helga Urbauer, Koordinatorin DGKS Barbara Bartl, DGKS Christine Hartl, Dipl. Sozialarbeiterin Elisabeth Zeller

Im Landesklinikum Hollabrunn führt ein neu gestalteter Eingang zu den Palliativ- Räumlichkeiten, um künftig noch mehr Servicequalität bei der bestmöglichen Versorgung der Erkrankten zu gewährleisten. Der neue Palliativbereich ist aber auch eine wesentliche qualitative Verbesserung des Raumangebotes für das multiprofessionelle Team, denn dieser innovative Bereich bietet jetzt großzügig Platz für Besprechungen, Beratungen, Konsultationen und für ungestörte Gespräche mit den unheilbar Kranken sowie deren Angehörigen. Unter bestmöglicher Wahrung der Privatsphäre klären die Mitarbeiterinnen des Palliativteams finanzielle Belange, helfen bei Pflegegeldanträgen oder führen Kondolenzgespräche und vieles mehr. 

„Herzstück der Räumlichkeiten ist die Küche“, erklärt Palliativärztin Dr. Elisabeth Atzmüller, „denn hier ist nicht nur ausreichend Platz für die Lagerung wichtiger Infusionen und Medikamente, sondern es werden auch diverse Utensilien, die wir für die Behandlung der Patientinnen und Patienten benötigen, aufbewahrt.“  

Das Palliativteam bereitet in der eigens integrierten Küche beispielsweise Mundpflege- und Spezialtees zur Symptom-Linderung der Patientinnen und Patienten zu. Auch die Anwendung von wärmenden oder kühlenden Wickeln kann zur Milderung der Beschwerden bei Flüssigkeitsansammlungen, zur Bewältigung von Schmerzzuständen oder zur Besserung von Entzündungen beitragen. Ein eigens in die Küche integrierter Wärme- und Kühlschrank gewährleisten die optimale Temperatur der Wickel. Aber auch Kraut und Schmalz für die Herstellung von diversen Wickeln sowie Honig für die Mundpflege ist hier zu finden. Honig regt nicht nur die Speichelsekretion an sondern er hinterlässt auch einen schützenden „Film“ im Mund und hilft somit gegen Austrocknung der Mundschleimhaut vorzubeugen.  

Das Palliativteam ist kompetenter Ansprechpartner in der umfassenden Betreuung der unheilbar Kranken und steht ebenso bei Fragen hinsichtlich Schmerz-Linderung zur Verfügung. Deshalb werden in der Palliativ-Küche auch Schmerzpumpen für die Patientinnen und Patienten befüllt. Um die Erkrankten bei Bedarf auch bestmöglich liegend versorgen zu können, steht ein funktionelles Sofa bereit, um Schmerzpumpen zu setzten oder Portnadeln zu wechseln.  

Palliativärztin Dr. Elisabeth Atzmüller erklärt: „Am 30. Oktober präsentierten wir den Kolleginnen und Kollegen im Klinikum unseren neuen Palliativ-Arbeitsbereich. Somit konnten sich alle Interessierten über die jetzige Örtlichkeit einen Überblick verschaffen. Mit dieser Einladung wollten wir an die bisherige, gute Vernetzung mit allen Klinikumsbereichen anknüpfen, damit dieser Synergieeffekt auch künftig so gut funktioniert.“