Neues Video-Dolmetsch-System
Mobile Videokonferenzlösung am Landesklinikum St. Pölten schafft ab nun Abhilfe bei Verständigungsproblemen mit Migranten oder Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung.
Das Pilotprojekt Video – Dolmetsch startete in der Notfallaufnahme des Landesklinikum St. Pölten am 21. Oktober 2013. Besonders für Migranten oder Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung ist es sehr oft schwierig, Leistungen im Gesundheitsbereich in vollem Umfang zu nutzen. Sie können sich Ärzten oder dem Pflegepersonal in vielen Fällen nur eingeschränkt mitteilen. Umgekehrt sind wichtige Details zu Therapie oder Diagnose für die betroffenen Patienten oft nur schwer verständlich. Eine unnötige Verlängerung des Leidensweges und eine Kostenerhöhung für das System sind die Folge. Dem soll im Landesklinikum St. Pölten zukünftig mit Hilfe eines neuen Dolmetsch - Kommunikationssystems Abhilfe verschafft werden.
Dabei handelt es sich um eine mobile Videokonferenzlösung auf deren einfachste Bedienbarkeit großes Augenmerk gelegt wurde. In enger Zusammenarbeit mit einem Dolmetschbüro kann über WLAN – Verbindung eine Videokonferenzschaltung mit einem beeideten und für den Gesundheitsbereich geschulten Dolmetscher hergestellt werden.
Dieser Service steht für die Sprachen Türkisch, Serbokroatisch und Bosnisch täglich von 6 bis 22 Uhr zur Verfügung – für Gebärdensprache von 8 bis 15 Uhr. „Mit dem Pilotprojekt „Video - Dolmetsch“ am Landesklinikum St. Pölten haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht. Abgesehen von akuten oder lebensbedrohlichen Notfällen kann so eine optimale und ausführliche Kommunikation zwischen Patient und Arzt beziehungsweise Pflegepersonal sichergestellt und dadurch die bestmögliche medizinische Betreuung ermöglicht werden“, so Landesrat Mag. Karl Wilfing.






