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Noch gesund? Schon krank?

Die 9. Kremser Tage beleuchten den Grenzbereich zwischen Gesund- und Kranksein und suchen Konzepte für die Schnittstellen im Gesundheitswesen. Krems (kpr). Wie lässt sich Krankheitswertigkeit definieren? Ab wann ist jemand arbeitsunfähig? Und: Wie weit reicht die Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit? Diesen und anderen brisanten Fragestellungen widmet sich das Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit der Donau-Universität Krems vom 1. bis 2. Juni im Rahmen der 9. Kremser Tage.


Ein gebrochenes Bein bleibt ein gebrochenes Bein, bis die Fraktur geheilt ist. Im psychischen Bereich ist die Abgrenzung zwischen „krank sein“ und „gesund werden“ häufig schwieriger und stellt die verantwortlichen Berufsgruppen vor eine Herausforderung. Die Frage, wo Gesundheit endet und Krankheit beginnt, wird besonders heikel, wenn es um Arbeitsunfähigkeit, etwa bei Frühpensionierungen, die Schulfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen oder um Menschen in Krisen geht. Hier geeignete Konzepte zu finden und dem Spannungsfeld zwischen subjektivem Erleben und gesellschaftlichem Druck zu begegnen, ist genauso Inhalt der wissenschaftlichen Tagung wie die Erarbeitung von Strategien an den Schnittstellen Medizin, Psychotherapie und Beratung. Schwerpunkt Prävention Bereits zum neunten Mal lädt das Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit der Donau-Universität Krems PsychotherapeutInnen, ÄrztInnen, BeraterInnen, SupervisorInnen und Studierende zu den Kremser Tagen. Der diesjährige Themenbogen spannt sich von Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung und Prävention über Qualitätssicherung bis hin zu genderspezifischen Aspekten. Auch MedienvertreterInnen sind herzlich willkommen. Interviews zum Thema werden bei rechtzeitiger Anfrage gerne ermöglicht.

Informationen: www.donau-uni.ac.at/psymed/kremsertage