NÖ Landeskliniken-Holding: Nachhaltigkeit als wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie
In der Nachhaltigkeit liegt die Zukunft – auch die niederösterreichischen Landeskliniken wollen dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Im Vordergrund steht der ressourcenschonende Umgang mit Umwelt und Energie.

(v.l.) Der Kaufmännische Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding Dipl. KH-BW Helmut Krenn und Landesrat Mag. Karl Wilfing mit Photovoltaik-Mustern COPYRIGHT: NLK J. Burchhart
„Der NÖ Landeskliniken-Holding als größten Klinikbetreiber Österreichs kommt neben der bestmöglichen Versorgung der Patientinnen und Patienten auch im Klima- und Umweltschutz eine hohe Verantwortung zu. Unsere Vision ist, dass die NÖ Landeskliniken-Holding nicht nur eine Vorreiterrolle im Gesundheitswesen einnimmt, sondern darüber hinaus auch Vorbild für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie wird. Bei den Energiekosten haben wir zusätzlich zum Klima- und Umweltschutzeffekt ein Einsparpotential von rund 1,9 Millionen Euro jährlich“, betont Landesrat Mag. Karl Wilfing.
Die 27 Klinikstandorte machen rund zwei Drittel des jährlichen Gesamtenergiebedarfs aller NÖ Landesgebäude aus. „Dieser entsteht vor allem durch den 24-Stunden-Betrieb und das hohe Ausmaß an eingesetzter topmoderner Technik. Insgesamt liegt der Verbrauch bei rund 30 Millionen Euro Gesamtenergiekosten im Jahr. Ziel der NÖ Landeskliniken-Holding ist es einerseits, vermehrt auf erneuerbare Energie zurückzugreifen, andererseits auf eine nachhaltige und zukunftsweisende Beschaffung zu setzen, um die Umwelt auch für die kommenden Generationen bestmöglich zu erhalten“, betont Dipl. KH-BW Helmut Krenn, Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding.
Die NÖ Landeskliniken sollen mit Vorbildwirkung vorangehen und den Klima- und Umweltschutz in den verschiedensten Belangen einfließen lassen – so auch in den Bereichen Bau und Einkauf. „Ein Referenzprojekt ist das Klinikum Zwettl, das auf fossile Energieträger durch Einsatz von Luft-Erdwärmetauscher und Geothermie weitgehend verzichtet. Damit konnten wir den Heizenergiebedarf um rund 65 Prozent und die Kosten um 45 Prozent senken. Das hat Vorbildwirkung für Österreich, denn so könnte auch der Gesamtenergiebedarf aller österreichischen Kliniken von rund 1360 GWh/Jahr massiv gesenkt werden. Die Erkenntnisse aus Zwettl fließen jetzt direkt in die Neubauten Hainburg und Neunkirchen ein“, erklärt Wilfing.
Der Fokus bei den Bauaktivitäten liegt auf Wasserkraft, Biomasse und Sonne. Mit dem Einsatz von Biomasse wird zum jetzigen Zeitpunkt bereits der gesamte Energiebedarf für Raumheizung und Warmwasserbereitung von 16 Landeskliniken gedeckt. Bei Neuerrichtungen, maßgeblichen Erweiterungen oder Generalsanierungen von NÖ Landeskliniken setzt die NÖ Landeskliniken-Holding standardmäßig auf Solaranlagen. Die Errichtung von thermischen Solarsystemen dient dabei vorwiegend zur Unterstützung der Warmwasserbereitung. Photovoltaikanlagen kommen bereits in den Landeskliniken Waidhofen/Ybbs, Allentsteig und Scheibbs zum Einsatz bzw. gehen noch in diesem Jahr in den Landeskliniken Tulln und Horn in Betrieb.
Im Bereich Einkauf ist eine ressourcenschonende, wirtschaftliche und zweckmäßige Logistik bzw. Beschaffung das vorrangige Ziel. Gemeinsam mit den Anwenderinnen und Anwendern in den Landeskliniken werden die Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes bei Produktauswahl und Produktentwicklung mitbestimmt bzw. von den betroffenen Stakeholdern eingefordert. So gelingt es der NÖ Landeskliniken-Holding, auf eine umwelt- und ressourcenschonende Produktentwicklung Einfluss zu nehmen.
Konkrete Ansätze und Beispiele sind hier:
- Wirkungsvolle Konzepte für Müllentsorgung
- Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen der Menschen bewusst machen (z.B. werden durch Forcierung des Einkaufs von regionalen Lebensmitteln lange Transportwege vermieden)
- Umgang mit Abfällen/Abfallvermeidung





