Orthoptik mit Weitblick
Die jährliche Fachtagung der Orthoptistinnen und Orthoptisten Österreichs fand heuer von 19. bis 20. April 2013 im Landesklinikum Wiener Neustadt statt.
Geboten wurde von hochrangigen ReferentInnen Fakten zur State-of-the-art-Diagnostik und -Therapie in der Orthoptik sowie zukunftsorientierte Forschungsergebnisse. Prim Dr. Erwin Wodak, Vorstand der Augenabteilung, und Elisabeth Schandl, Präsidentin von orthoptik austria, konnten 102 KollegInnen aus ganz Österreich zur Veranstaltung begrüßen. Die Orthoptik ist eine Spezialdisziplin der Augenheilkunde. Die Tätigkeit der Orthoptistin, des Orthoptisten besteht in der Prävention, Diagnose und Therapie von Störungen des Einzelauges (Pleoptik) und, vor allem exklusiv, Störungen im Zusammenwirken beider Augen (Orthoptik).
Verursacht werden diese Störungen beim Sehen mit beiden Augen durch Schielen, Sehschwäche, Augenzittern, Augenmuskellähmungen und zentralen Sehstörungen nach Unfällen, Schlaganfällen und anderen neurologischen Erkrankungen. Die orthoptische Behandlung und Rehabilitation durch Orthoptistinnen und Orthoptisten reduziert die Seh- und Wahrnehmungsdefizite, entwickelt Strategien zu deren Kompensation und trainiert die Anwendung des Sehens im Alltag. Während der Rehabilitation werden die Doppelbilder ausgeglichen und der Umgang mit Gesichtsfeldausfällen verbessert.
Die Orthoptistinnen und Orthoptisten sind die einzigen Spezialisten die diese umfassende Therapie anbieten. Neben den Patienten mit visuellen Problemen in der Neurorehabilitation gehören Personen aller Altersgruppen mit folgenden Beschwerden zum Aufgaben Gebiet der Orthoptik: Schielen, Doppelbilder, verzögerte Sehentwicklung, Kopfschmerzen Schwindel, Seh- und Mehrfachbehinderungen, visuelle Probleme im Rahmen von Teilleistungsstörungen und visuelle Probleme bei der Bildschirmtätigkeit.
Informationen: www.orthoptik.at







