Patientenbefragung bestätigt längerfristigen Erfolg der interventionellen Schmerztherapie
Seit langem ist die neurologische Abteilung des Landesklinikum Mauer (Leitung: Univ.Prof.DDr.Susanne Asenbaum-Nan, MBA) für die Therapie von Wirbelsäulenbeschwerden bekannt.
Neben der konventionellen Behandlung mit klassischen Schmerzmitteln – sei es in Tablettenform, sei es als Infusion – und einer vielfältigen physikalischen Therapie sind verschiedene invasive, interventionelle Verfahren das Spezialgebiet dieser Abteilung. Dabei werden – unter einer Lagekontrolle der verwendeten Nadel mittels CT – direkt in den Bereich der Wirbelsäule Schmerzmittel, Entzündungshemmer oder Betäubungsmittel deponiert, die dann sozusagen am Ort des Geschehens ihre Wirkung ausüben können. Das bekannteste Beispiel dafür ist die „Wurzelblockade“.
Um den Therapieeffekt dieser Interventionen im Sinne des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung zu überprüfen, wurde im Sommer 2012 eine Patientenbefragung durchgeführt. Über 500 Patienten sollten 3 Monate nach Abschluß ihrer ambulanten und stationären Therapie über den Erfolg und das Ansprechen der interventionellen Maßnahmen Auskunft geben.
170 Fragebögen wurden retourniert. Über dieses Ergebnis soll nun kurz berichtet werden: Ein Großteil der behandelten bzw. befragten Patienten stammte aus den Bezirken Amstetten und Scheibbs; diese Tatsache unterstreicht die Bedeutung des LK Mauers für die Versorgung von Schmerzpatienten in der Region und bestätigt die Nutzung des Therapieangebotes durch die „Mostviertler“.
Fast 75% der befragten Patienten berichteten nun von einer Besserung der Beschwerden, 40 % von einer deutlich positiven Auswirkung der Wurzelblockade auf die bestehende Schmerzsymptomatik.
Zur Beurteilung der Schmerzstärke ist es üblich, eine Skala von 1 (keine Schmerzen) bis 10 (höchste Schmerzintensität) einzusetzen – kurz VAS genannt. Vor Beginn der interventionellen Schmerztherapie gaben die Mehrzahl der Patienten eine Intensität der Schmerzen zwischen 7 und 10 an, im Mittel lag der VAS – Wert bei 7,7. Der Erfolg der Schmerztherapie war sofort faßbar: der VAS Wert sank unmittelbar nach Ende der Therapie auf einen Mittelwert von 4,4.
In der angeführten Befragung wurde aber nicht nur die akute Auswirkung einer Wurzelblockade auf die Beschwerden erhoben, sondern auch der längerfristige Erfolg dieses Eingriffes hinterfragt. So konnte schließlich nachgewiesen werden, daß der initiale positive Effekt ein durchaus längerfristiges Phänomen ist: auch 3 Monate nach der Entlassung ist ein Anhalten der Besserung nachzuweisen. So lag zu diesem Zeitpunkt bei 65% der Befragten der VAS Wert zwischen 1 und 4; über alle Patienten gemittelt war VAS Wert bei 4,5 und weist damit auf eine gleichbeibend gebesserte Symptomatik hin.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, daß es nach der Schmerztherapie im LK Mauer bei ¾ der Patienten nicht mehr notwendig wurde, in den folgenden Monaten erneut eine Krankenanstalt aufzusuchen. So wundert es nicht, daß 84% der ehemaligen Patienten dem LK Mauer / Neurologische Abteilung für die medizinische und pflegerische Betreuung die Noten 1 und 2 vergaben.
Diese positiven Rückmeldungen der ehemaligen Patienten sind eine Bestätigung für die geleistete Arbeit des LK Mauer und bedeuten natürlich eine Motivation, in Zukunft das Therapie-Angebot weiter zu verbessern.






