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„Pflanzen geben Zuversicht“

LK Mauer: Im Therapiegarten gestalteten Patientinnen und Patienten ihre eigene Grünoase. Inmitten der weitläufigen Anlage des Landesklinikums Mauer entstand der Therapiegarten „Fiducia“, in dem Patientinnen und Patienten gemeinsam Pflanzen säen und sich an deren Gedeihen erfreuen.


„Das Empfinden, für etwas verantwortlich zu sein, etwas zu pflegen und für sein Wachstum zu sorgen, wird von allen Beteiligten gern übernommen“, berichtet Alois Steinkellner, Leiter der Kreativwerkstätten und Arbeitsgruppen. Natürlich ist es immer ein großes Vergnügen, etwa das  Gemüse zu ernten und  davon zu naschen“, so Alois Steinkellner. „Anfallenden Überschuss liefern wir erntefrisch in der Küche ab. Die Beete mulchen wir mit Grasschnitt, der bei der Gartenpflege reichlich anfällt. Der Boden hält sich damit  besser feucht und weniger Beikräuter sind dadurch zu beseitigen.“ 

„Die Gartentherapie ist eine Mischung aus Pädagogik, Pflege und Therapie, um das psychische und physische Wohlbefinden der Menschen zu steigern und zudem deren soziale Kompetenz zu fördern“, erklärt Robert Danner, kaufmännische Direktor des Landesklinikums Mauer. Gleich neben dem großen Eingangstor des Klinikums, entlang des Zaunes, befinden sich  Blumenrabatte mit Rosen, Clematis und Begleitpflanzen. Im hinteren Bereich des Gartens wurden Obstbäume und Beerensträucher gesetzt. „Der erste Ribiselkuchen aus eigener Ernte hat allen wunderbar geschmeckt“, verrät Steinkellner. „Zwischen dem Obst- und dem Gemüsegarten haben wir für das nächste Jahr einen Blumengarten geplant. Auf der anderen Seite des Mittelweges sind bereits Schattenbäume für den Aufenthalt in den Pausen und zum Rasten zwischendurch gesetzt worden.

Ein großes, von weitem sichtbares Nützlingshaus sorgt für die Unterkunft von Insekten und Igeln. Ein Streifen, der nicht gemäht wird und auf dem Wildblumen und Brennesseln gedeihen, bringt Nahrung für Schmetterlinge, Hummeln und Bienen.“ Dass im Garten keine Pflanzenschutzmitteln und Insektizide verwendet werden, versteht sich von selbst. Die Bewässerung erfolgt aus einer Zisterne mit Regenwasser. Nicht nur die Patientinnen und Patienten des Klinikums haben ihre Freude an der Grünoase, auch deren Angehörige, Mitarbeiter des Hauses sowie Besucher schauen gerne vorbei und genießen die üppige Flora.