< vorhergehender Beitrag

Rückblick auf 20 Jahre med.-HBD

Ursprünglich wurden vom Hol- und Bringdienstes des Landesklinikums Mistelbach die unterschiedlichsten Tätigkeiten wie z.B. Wäschetransport, Ausfuhr der Dienstbekleidung, Essenstransport, Müllentsorgung und auch der Patiententransport durchgeführt.


Aufgrund des steigenden Arbeitsaufwandes und zur besseren Übersicht wurde deshalb am 15.Februar 1993 mit nur neun Mitarbeitern der medizinischen Hol- und Bringdienst gegründet und wechselte damit aus dem Verantwortlichkeitsbereich der kaufmännischen Direktion zur Pflegedirektion unter der Leitung von Herrn Dir. Josef L. Strobl. 

Aufgrund der engagierten und hoch motivierten Mitarbeiter gelang unter der Teamleitung von Herrn Manfred Bergauer ein sehr guter Start in diesen neuen Arbeitsbereich.  Die Aufgaben des medizinischen Hol- und Bringdienstes sind sehr vielfältig und reichen vom Patiententransport liegender, sitzender oder gehender Patienten von einer Station zu einer Untersuchungseinheit wie z.B. zu einer unserer Ambulanzen, dem Röntgeninstitut, Physikalisches Institut etc. und wieder zurück, über Intensivtransporte in Begleitung ärztlichen Personals bis hin zum Transport von Notfallpatienten, die mit dem Hubschrauber gebracht oder vom Landesklinikum Mistelbach in ein andere Klinik verlegt werden müssen. 

Die wichtigsten Anforderungen an den med.-HBD sind: 

  • Dem Pflegepersonal an den Pflegestationen ein Arbeiten mit den Patienten ohne Unterbrechung zu ermöglichen 
  • Die Leistungsstellen kontinuierlich mit Aufträgen zu versorgen, damit keine Leerläufe entstehen 
  • Unnötige Wartezeiten für die Patienten zu vermeiden 

Im Anfangsjahr des medizinischen Hol- und Bringdienstes wurden 35.410 Patienten transportiert, mittlerweile sind es um die 70.000, also doppelt so viele. An Spitzentagen erfolgen über 300 Patiententransporte zur und von der erforderlichen Leistungsstelle. 

Da es bei einer derartig hohen Frequenz von Patiententransporten zu Zwischenfällen wie Komplikationen beim Kreislauf, der Atmung, etc. kommen  kann, müssen die Mitarbeiter nicht nur, sondern wollen auch adäquate Hilfe anbieten können. Deshalb sind heute alle MitarbeiterInnen in diesem Bereich als Pflegehelfer bzw. OP-Gehilfen ausgebildet. 

Das Team des medizinischen Hol- und Bringdienstes ist ständig bemüht, die sich ständig verändernden Anforderungen patientenorientiert zu bewältigen und mit der nötigen Spontanität den etwaig auftretenden Engpässen zum Wohle der Patienten zu trotzen. 

Am Landesklinikum Mistelbach ist auch seit 1988 ein mobiler Lithotripterdienst eingerichtet, der an verschiedenen niederösterreichischen Landeskliniken mit einem Nierensteinzertrümmerer Patienten behandelt. Unsere dafür zuständigen Mitarbeiter bringen das Gerät sicher zu den Kliniken und stehen auch bei den Behandlungen unterstützend den behandelnden Ärzten zur Seite. 

Natürlich dürfen in einem Team auch Damen nicht fehlen und deshalb nahm auf Vorschlag von Frau PD-Stv. Gabriele Rudorfer die erste Frau im September 2005 ihren Dienst auf.  Mittlerweile sind von insgesamt 21 MitarbeiterInnen acht Frauen im medizinischen Hol- und Bringdienst tätig. Die meisten von ihnen sind teilzeitbeschäftigt um die hohen Arbeitsspitzen an den Vormittagen besser bewältigen zu können. Diese Entwicklung wirkt sich nicht nur für das Team positiv aus, sondern vor allem auch für den Arbeitsablauf. 

Derzeit absolviert der 22. Zivildienstleistende seinen Dienst beim medizinischen Hol- und Bringdienst. Im Sommer 2012 wurden auch erstmals 2 Ferialpraktikanten eingesetzt. 

Neue Herausforderungen an den medizinischen Hol- und Bringdienst für die Zukunft werden sein: 

  • Die durch den Neu- und Umbau unseres Hauses zu erwartenden Änderung der Arbeitsabläufe 
  • Eine ev. elektronische Koordinierung der Patiententransporte und die Terminisierung aller Funktionsbereiche