< vorhergehender Beitrag

Sommerzeit: Insektenstiche rufen immer öfter allergische Reaktionen hervor

Der Sommer ist jene Zeit, in der man sich am liebsten im Freien aufhält – sei es beim Grillen, Baden oder Wandern. Bei Outdooraktivitäten steigt allerdings die Gefahr eines Insektenstichs, der auch allergische Reaktionen hervorrufen kann. Immer wieder kommen Patientinnen und Patienten, die allergisch auf Insektenstiche reagieren, in Niederösterreichs Landeskliniken.


(v.l.) Der Ärztliche Direktor Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek, Vorstand der Abteilung für Dermatologie und Venerologie Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger und Landesrat Mag. Karl Wilfing

Landesrat Mag. Karl Wilfing betont, wie wichtig es ist, dass die Ärztinnen und Ärzte für die Behandlung von allergischen Reaktionen infolge von Insektenstichen ausgebildet sind: „In den vergangenen Jahren werden Allergien immer häufiger, deshalb reagieren auch immer mehr Menschen allergisch auf Insektenstiche. In einigen Fällen ist eine Behandlung im Krankenhaus unumgänglich.“ Die häufigste Allergie ist die Bienenstichallergie, aber auch bei Wespen- oder Hornissenstichen können allergische Reaktionen auftreten.  

Die meisten Insektenstiche verursachen juckende und möglicherweise schmerzhafte Rötungen und Schwellungen, doch auch allergische Reaktionen nehmen zu. „Vorsicht ist geboten, wenn die Person an Asthma, Neurodermitis oder Allergien leidet. Dann ist das Risiko eine allergische Reaktion zu erleiden erhöht“, erklärt der Vorstand der Abteilung für Dermatologie Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger.  

Eine allergische Reaktion zeigt sich durch Schwellungen an Augenlidern und Lippen, Nesselausschläge und Atemnot. Tritt eines oder treten auch mehrere dieser Anzeichen auf, ist schnellstmöglich ein Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. „Erste Anlaufstelle bei Insektenstichen ist der Hausarzt oder die Hausärztin. Handelt es sich aber um einen Notfall, wenn zum Beispiel Atemnot eines der Symptome ist, ist das Landesklinikum zuständig“, klärt der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek auf. Als Erstmaßnahme empfiehlt es sich, einen kühlen Ort aufzusuchen und auch die betroffene Stelle zu kühlen.