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Umbau LK Hochegg: Isolierstation, Palliativeinheit und Neurologie fertiggestellt

Der Umbau des Landesklinikums Hochegg umfasst die Abteilung für Neurologie mit der Erweiterung der Schlaganfallrehabilitation/Phase C und die Abteilung für Pulmologie mit der Errichtung eines Palliativ Bereiches und einer Isolierstation.


Ärztl. Direktor und Abteilungsvorstand der Neurologie Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schnider, LR Mag. Karl Wilfing, DKGS Bettina Bauer, Palliativeinheit, Kaufm. Direktor Dipl. KH-BW Ferdinand Zecha, Pflegedirektorin DGKS Christa Grosz, MBA

DGKS Doris Bredl, Isolierbereich, OA Dr. Michael Lachmann, LR Karl Wilfing, med. GF Dr. Robert Griessner

„Gerade das Landesklinikum Hochegg hat einen besonderen Versorgungsauftrag, denn es ist auf Lungenerkrankungen spezialisiert. Daher haben wir eine Isolierstation, die alle Stückerln moderner Medizin und Technik spielt, gebaut, um Patientinnen und Patienten mit TBC, auch bei hochinfektiöser Erkrankung, sicherzustellen. Insgesamt haben wir 4,9 Millionen Euro in Isolierstation sowie die Erweiterung der Neurologie und die Errichtung eines Palliativ-Bereiches investiert. Das Landesklinikum Hochegg und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für uns einen sehr wichtigen Stellenwert und erfüllen ihren speziellen Versorgungsauftrag für Niederösterreich hervorragend“, erklärt Landesrat Mag. Karl Wilfing bei der heutigen Eröffnung des Umbaus.

So wurde an der Pulmologischen Abteilung die Isolierstation mit 10 Betten für Patientinnen und Patienten mit Tuberkulose (TBC) an die neuesten technischen und hygienischen Anforderungen angepasst. Die Betreuung der Patientinnen und Patienten unter modernsten Hygienebedingungen, die dem gegenwärtigen Wissensstand entsprechen ist damit sichergestellt. Ein Unterdruck mit Schleuse verhindert, dass Tuberkulosekeime aus der Isoliereinheit auf den Stationsgang und somit in andere Bereiche der Abteilung gelangen – ein wichtiger Schutz für alle Beteiligten.

Außerdem wurde eine Station der Abteilung für Pulmologie um eine Palliativeinheit mit 6 Betten erweitert. Zentrale Aufgabe der speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hier die Lebensqualität für Patientinnen und Patienten mit weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankungen zu verbessern und deren Angehörige bestmöglich zu unterstützen. In der neugeschaffenen Palliativ-Behandlungseinheit erhalten Patientinnen und Patienten die bestmögliche Betreuung. Es stehen modern eingerichtete Zimmer zur Verfügung und das Landesklinikum bietet auch den Angehörigen die Möglichkeit, in diesen schweren Stunden rund um die Uhr bei ihren Angehörigen zu sein. Alle Berufsgruppen sind speziell geschult, um diesen schwierigen Behandlungsauftrag nachzukommen. Das persönliche Gespräch stellt einen wichtigen Eckpfeiler in der Betreuung unserer Patientinnen und Patienten dar. Um dies zu ermöglichen, wurden eigene Räume mit einem angenehmen Ambiente geschaffen. So lassen sich Sorgen und Ängste besser bewältigen.

Für die Abteilung Neurologie entstand in der ehemaligen Station „Pflegeheim“ eine zusätzliche neurologische Station mit 26 Phase-C-Betten. Unter anderem wurden hier die Nassgruppen vergrößert und neue Therapieräume für die Patientinnen und Patienten errichtet. Behandelt werden Patientinnen und Patienten nach schweren Erkrankungen oder Verletzungen am zentralen und peripheren Nervensystem, deren Symptome von Halbseitenlähmungen, Querschnittlähmungen über Beeinträchtigungen von Merkfähigkeit bis hin zu Seh- oder Sprachstörungen reichen. In der neurologischen Frührehabilitation Phase C werden unter anderem Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen wie Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Verletzungen oder nach Operationen an Gehirn und Rückenmark rehabilitiert. Mit diesen 26 zusätzlichen Betten für neurologische Frührehabilitation verfügt das Landesklinikum Hochegg nunmehr über insgesamt 94 neurologische Betten.

Die Eigenständigkeit jedes einzelnen Patienten wird im Landesklinikum Hochegg groß geschrieben. Dank der Größe des Klinikums erhält jede Patientin und jeder Patient seine individuelle, auf ihn persönlich zugeschnittene Betreuung.