Universitätsklinikum St. Pölten: Mit der Zuckerkrankheit gut leben
Derzeit gibt es weltweit über 250 Mio. Diabetikerinnen und Diabetiker, im Jahr 2030 werden über 400 Mio. Menschen an der Zuckerkrankheit und an den Folgeerkrankungen leiden. Man spricht bereits von einer Diabetespandemie. In Österreich gibt es derzeit etwa 570.000 Betroffene, diese Zahl wird in den nächsten Jahren ebenfalls noch deutlich zunehmen. Die 1. Medizinische Abteilung des Universitätsklinikums St. Pölten trägt dieser Entwicklung Rechnung und bietet ein breites Angebot im Diabetesbereich.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Balcke, Leiter der 1. Medizinischen Abteilung am Universitätsklinikum St. Pölten, und Oberarzt Dr. Martin Hofer im Rahmen einer Besprechung der Blutzuckerergebnisse mit einer Patientin
An der 1. Medizinischen Abteilung im Universitätsklinikum St. Pölten werden sämtliche Diabetesformen diagnostiziert und behandelt: Diabetes mellitus Typ 1 und 2, sekundäre Formen, Steroiddiabetes, Schwangerschaftsdiabetes sowie erbliche Diabetesformen.
Ein besonderes Anliegen der 1. Medizinischen Abteilung liegt im Bereich der modernen Insulinbehandlung im Sinne der intensivierten Therapie und der Insulinpumpentherapie.
„Die Insulinpumpentherapie wird im Universitätsklinikum St. Pölten seit 2003 angeboten. Eine deutlich steigende Zahl an Diabetikern wird seither mittels dieser modernsten Form der Insulintherapie an unserer Abteilung betreut“, so Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Balcke, Leiter der 1. Medizinischen Abteilung am Universitätsklinikum St. Pölten.
Derzeit werden ca. 75 Insulinpumpenträger regelmäßig in der monatlichen Insulinpumpenspezialambulanz behandelt. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit einer sensorunterstützten Insulinpumpentherapie. Die Daten der Pumpenträger werden regelmäßig auf anonymisierter Basis erfasst und zum Zweck der Qualitätskontrolle analysiert.
Die Diabetesbehandlung erfolgt nach den modernsten wissenschaftlichen Errungenschaften, sowohl im Hinblick auf orale Therapiemöglichkeiten, als auch auf neueste injizierbare Behandlungsformen. Die Therapiestrategie wird individuell auf die jeweilige Lebenssituation und auf etwaige Begleit- und Folgeerkrankungen der Patientinnen und Patienten abgestimmt.
„Ein wichtiger Schwerpunkt der Diabetesambulanz besteht in der Diagnostik und Betreuung von Schwangerschaftsdiabetikerinnen. Dies erfolgt in enger Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen der Geburtshilfe- und Neugeborenenabteilung unseres Hauses“, erklärt Oberarzt Dr. Martin Hofer.
„Aufgrund des großen nephrologischen Schwerpunkts an unserer Abteilung verfügen wir in unserer Diabetesambulanz über eine besondere Expertise in der Behandlung von Diabetikerinnen und Diabetikern in allen Stadien der Niereninsuffizienz bis hin zur Nierenersatztherapie. Denn die Niereninsuffizienz ist neben der Augenschädigung eine der gefürchtetsten Folgeschäden des Diabetes“, betont Prof. Balcke.





