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Universitätsklinikum St. Pölten: Wenn 22 Jahre wie im Flug vergehen – Prof. Balcke verabschiedet sich in den Ruhestand

Die 1. Medizinische Abteilung am Universitätsklinikum St. Pölten umfasst die internistische Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Nierenerkrankungen, Zuckerkrankheit sowie Blut- und Krebserkrankungen. Im vergangenen Jahr verzeichnete diese Abteilung wieder beachtliche Zahlen: 16.000 Patientenkontakte in der onkologischen Ambulanz, 4.500 Chemotherapien und rund 25.000 Dialysebehandlungen. Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Balcke leitete seit 1992 die 1. Medizinische Abteilung. Der Spezialist für Krebstherapie, Nephrologie und Diabetologie, trat mit Ende des Jahres 2014 seinen wohlverdienten Ruhestand an.


Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Balcke kann auf 40 Jahre Berufstätigkeit und die damals kaum vorstellbaren medizinischen Entwicklungen zurückblicken.

Als Prof. Balcke vor 22 Jahren die Primariatsstelle angetreten hat, betrug die Frequenz in der hämato-onkologischen Ambulanz 1.000 Patientenkontakte pro Jahr. Heute hat sich diese Zahl versechzehnfacht.

Ebenso kann sich der Fortschritt in der Dialysebehandlung sehen lassen: Damals hielten 12 Dialyseplätze in Wien die niereninsuffizienten Patientinnen und Patienten aus Niederösterreich, aus dem Burgenland und Wien am Leben. Gegenwärtig hat allein die Dialysestation am Universitätsklinikum St. Pölten 26 dieser lebenswichtigen Plätze. Auch die Bauchdialyse (Peritonealdialyse) wurde weiter ausgebaut. Federführend durch OA Dr. Martin Wiesholzer konnte in diesem Zusammenhang das „Homecare-Projekt“ auf die Beine gestellt werden. Dabei fährt das Pflegepersonal zu den Patientinnen und Patienten nach Hause und führt dort eine schonende Dialyse über das Bauchfeld durch.

Prof. Balcke ermöglichte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine erstklassige Aus- und Weiterbildung. Es war ihm wichtig, zu vermitteln, dass die ärztliche Tätigkeit in erster Linie ein Sozialberuf ist.

„Ich muss gestehen, dass mir der Abschied schwer fällt. Mir werden die Patientinnen und Patienten sehr fehlen – deren Behandlung war eine erfüllende Herausforderung für mich. Darüber hinaus werde ich alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermissen, ohne die so viele innovative Entwicklungen nicht möglich gewesen wären“, so Prof. Peter Balcke.