Welt-Nierentag: Nierenerkrankungen nehmen zu
Im März war der Welt-Nierentag.

Der Ärztliche Direktor des LK Mistelbach-Gänserndorf und Leiter der I. Medizinischen Abteilung für Kardiologie und Nephrologie Prim. Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl ist Spezialist für Nierenerkrankungen.
Zeit, um im LK Mistelbach-Gänerndorf darauf aufmerksam zu machen, dass Nierenerkrankungen österreichweit im Zunehmen sind, wie der Ärztliche Direktor und Nierenspezialist Prim. Univ.-Doz. Dr. Otto Traindl erklärt: „In den letzten zehn Jahren ist ein kontinuierliches Ansteigen von chronischen Nierenerkrankungen zu bemerken.“ Die Ursachen für chronische Nierenerkrankungen liegen zu über 55 Prozent in den klassischen Risikofaktoren, wie Bluthochdruck oder Diabetes, häufig aber auch einer Kombination von beidem. Traindl: „Die einfachsten Maßnahmen, um Nierenerkrankungen vorzubeugen, sind für solche Patienten die Verringerung des Übergewichts, die regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte und des Harns bei Diabetikern und ein gutes Einstellen des Blutdruckes.“ Doch die gute Nachricht ist, nicht jede chronische Nierenerkrankung endet zwangsläufig mit Dialyse. Vieles kann man mit Medikamenten verzögern oder ganz zum Stillstand bringen, so Nierenspezialist Traindl.
Und sollte doch eine Dialyse notwendig werden, ist man am LK Mistelbach-Gänserndorf bestens versorgt: Es stehen ausreichend Dialyseplätze zur Verfügung. Derzeit gibt es rund 70 Patienten, die regelmäßig Dialyse benötigen – die Kapazität für rund 110 Patienten wäre aber vorhanden. „Doch auch die Dialyse ist nicht das Ende“, macht Traindl Mut. „Denn ein Viertel bis ein Drittel aller Dialyse-Patienten erhält eine Nierentransplantation. Hier im Klinikum ist das bei rund zehn Patienten pro Jahr der Fall.“ Demnächst soll als alternatives Verfahren auch eine Bauchdialyse angeboten werden.





