Weltgesundheitstag: Diabetes
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt im Jahr 2016 das Thema Diabetes in den Mittelpunkt des Weltgesundheitstages, der jährlich am 7. April begangen wird. Damit trägt sie der zunehmenden Häufigkeit dieser chronischen Erkrankung Rechnung, denn allein im Jahr 2008 waren weltweit 347 Millionen Menschen von Diabetes betroffen.

Abteilungsvorstand Prim. Dr. Christian Schelkshorn

Stoffwechsel-Ambulanz Leiterin DGKS Annemarie Mück bei der Blutzuckermessung

Diabetesberaterin Sabine Eibner
Im Landesklinikum Stockerau werden DiabetikerInnen vom Team der 1. Medizinischen Abteilung, unter der Leitung von Prim. Dr. Christian Schelkshorn betreut. Der Abteilungsvorstand kennt die Bedürfnisse seiner PatientInnen besonders gut, da er selbst seit seiner Jugend insulinpflichtig ist. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, PatientInnen aktiv in die Therapie einzubinden und die äußerst wichtige, enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten oder Internisten voranzutreiben, um eine optimale Betreuung zu ermöglichen.
Prim. Dr. Schelkshorn betont: „Es gilt ein Bewusstsein dafür zu bilden, dass Diabetes kein unlösbares Problem ist, sondern dass man mit dieser Erkrankung auch sehr gut leben kann. Dazu müssen Spielregeln erlernt werden, wie im Alltag mit dieser Krankheit umzugehen ist und das Erlernen dieser Spielregeln wollen wir als ÄrztInnen den PatientInnen mitgeben. Eine Diabetes-Behandlung ist keine One-Woman- oder One-Man-Show, sondern immer Teamwork. Ich bin der festen Überzeugung, dass DiabetikerInnen einen positiven Nutzen aus dieser gemeinsamen Auseinandersetzung ziehen können.“
Die notwendigen Therapie-Einstellungen werden im Landesklinikum Stockerau ambulant, aber auch stationär vorgenommen und auf individuelle Lebensumstände der Betroffenen angepasst. Speziell ausgebildete Diabetesberaterinnen schulen die notwendigen Fertigkeiten zur Messung des Blutzuckers und Verabreichung der Insulintherapie; Ernährungsberaterinnen runden die Schulungen mit Ernährungs- und Bewegungstipps ab.
„Besonders erwähnen möchte ich, dass wir in der Betreuung unserer DiabetikerInnen das gänzlich auf den Blutzucker zentrierte Denken verlassen sollten, und vielmehr die zusätzlich sehr häufig zu beobachtenden Herz- und Gefäßrisikofaktoren, Blutdruck und Blutfette, intensiv in unsere Behandlung einbeziehen müssen. Hier muss viel mehr der Gefäßschutz im Vordergrund unseres Interesses liegen“ ergänzt Schelkshorn.
Die WHO geht davon aus, dass Diabetes bis zum Jahr 2030 zu den sieben weltweit führenden Todesursachen zählt. Wirksame Präventionsmaßnahmen sind vor diesem Hintergrund enorm wichtig - denn: ein hoher Anteil an Diabetesfällen wäre vermeidbar. Bereits täglich 30 Minuten moderat körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für die Entwicklung eines Typ 2-Diabetes drastisch zu reduzieren, so die WHO.
Quellen: WHO (2016): World Health Day 2016: Diabetes. Online verfügbar unter www.who.int.





