Welthepatitistag: 400 Millionen Menschen weltweit betroffen
Weltweit leben 400 Millionen Menschen mit Hepatitis B oder C. 1,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen der Virushepatitis.

Oberärztin Dr. Mathilde Kutilek bei einem Patientengespräch in der Hepatitis-Ambulanz am Universitätsklinikum St. Pölten
„Ziel des Welthepatitistages Ende Juli ist, auf das Thema aufmerksam zu machen und die Bevölkerung für Lebererkrankungen zu sensibilisieren. Für Hepatitis A und B gibt es eine Impfung. Hepatitis B kann kontrolliert und Hepatitis C geheilt werden – es gibt neue Medikamente mit über 90 %iger Heilungschance bei Hepatitis C und kaum Nebenwirkungen. An der 2. Medizinischen Abteilung des Universitätsklinikums St. Pölten gibt es seit mehr als 25 Jahren eine Hepatitis-Ambulanz, die sich der Betreuung Lebererkrankter widmet“, erklärt Landesrat Mag. Karl Wilfing.
Jede chronische Lebererkrankung führt zur Schädigung und letztlich zur Zerstörung der Leberzelle und in weiterer Folge zur Leberzirrhose mit all ihren Komplikationen wie Bauchwassersucht, Krampfadern in der Speiseröhre, Leberversagen und vor allem auch Leberkrebs. „Wir behandeln jährlich mehr als 500 Patientinnen und Patienten, davon gut ein Drittel mit chronischer Hepatitis C, etwa ein Drittel mit Hepatitis B und das letzte Drittel umfasst verschiedenste Ursachen der Lebererkrankung. Im Laufe dieser Zeit haben wir natürlich alle Fortschritte der Medizin im Hinblick auf Hepatitis B und C miterlebt. Vor allem haben wir aber auch die Schicksale der Patientinnen und Patienten erfahren, die durch diese Erkrankungen zum Teil aus ihrer Umgebung ausgegrenzt und stigmatisiert wurden. Dies vor allem, weil viele in der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz viel zu wenig über die Erkrankung wussten“, so Oberärztin Dr. Mathilde Kutilek.
Besondere Aufmerksamkeit wird an diesem Tag den chronischen Virusinfektionen Hepatitis B und C gewidmet. Diese sind weltweit gesehen die häufigste Ursache für Leberzirrhose.
Informationen zur Impfung gegen Hepatits A und B erhalten sie kostenlos bei den Gebietskrankenkassen bzw. ihrer Gesundheitsversicherung.





