5 Jahre Kindernetzwerk Industrieviertel
5 Jahre „Kindernetzwerk Industrieviertel“ – 5 Jahre Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder und Jugendlichen in der gesamten Region. Auf diese erfolgreiche Bilanz konn-te das Projektteam rund um Prim. Dr. Rainer Fliedl, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) Hinterbrühl, anlässlich der dies-jährigen Hinterbrühler Netzwerktagung zurückblicken.

Das Projektteam blickt auf 5 erfolgreiche Jahre Kindernetzwerk Industrieviertel zurück: (v.l.) Dr. Lilly Damm, Prim. Dr. Rainer Fliedl, Mag. Dagmar Schwarz, DSA Brigitte Winter, Dr. Ernst Tatzer
Unter dem Motto „Das UNbetreute Kind – Vernetzung ein Markt“ wurde dabei ein Marktplatz geschaffen, der den rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen praktischen Über-blick über die Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Schwierigkeiten im Industrieviertel gab.
„In den vergangenen 5 Jahren haben wir den Weg von der Vision der Vernetzung zum fes-ten Netzwerk und damit auch zum fixen Bestandteil in der Betreuung von Kindern und Ju-gendlichen im Industrieviertel zurückgelegt. Ich bedanke mich dafür bei allen teilnehmenden Organisationen und Institutionen für das große Engagement und freue mich, wenn wir auch in Zukunft noch Vieles gemeinsam zum Wohle der Kinder und Jugendlichen in der Region erreichen können“, betont Prim. Dr. Rainer Fliedl, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) Hinterbrühl.
Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheit, Jugendwohlfahrt und Bildung aller sechs politischen Bezirke des Industrieviertels wollen durch dieses Projekt der interdis-ziplinären Vernetzung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit psychosozialen Schwierigkeiten und ihren Familien eine bessere Abstimmung der angebotenen Hilfeleistun-gen erreichen. So sind bei komplexen psychosozialen Schwierigkeiten meist mehrere Hel-fersysteme involviert, einzelne Interventionen, Therapien oder Medikation führen hier nicht zu einer Veränderung, sondern es bedarf einer gemeinsamen koordinierten Absprache. Durch eine respektvolle am Kind orientierte interdisziplinäre Kommunikation ist eine gemein-same Problemdefinition und eine bessere Abstimmung von Maßnahmen wichtiger Bestand-teil der Arbeit.
Das erste Modul des Netzwerkaufbaus wurde nun erfolgreich beendet, jetzt steht im zweiten Modul die Evaluation der Netzwerkarbeit, sowie die Erarbeitung von gemeinsamen Stan-dards zur institutionsübergreifenden Kooperation und zur Dokumentation des Langzeitbe-handlungsverlaufes im Vordergrund. Langfristig soll damit die Behandlungs- und Betreu-ungsqualität für Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Schwierigkeiten verbessert wer-den und institutionenübergreifende Neuerungen umgesetzt werden.
Die jährlich stattfindenden Netzwerktagungen wurden in den vergangenen Jahren zum Dreh- und Angelpunkt des Netzwerkes sowie zum Treffpunkt aller mit Kindern und Jugendlichen im Industrieviertel arbeitenden. Bei den Zusammenkünften werden sowohl organisatorische Aspekte der Kooperation, als auch inhaltliche Themen, die die Arbeit mit Kindern und Ju-gendlichen betreffen, besprochen und gemeinsame Strategien zur Zusammenarbeit und Kooperation entwickelt. Mögliche Defizite können rasch aufgegriffen und in der zukünftigen Arbeit berücksichtigt werden. Die Website www.kindernetzwerk.at wurde als zentrales Informations- und Austauschforum errichtet.





