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Die Welt durch andere Augen sehen

Auch heuer hatten die Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wiener Neustadt die Möglichkeit, an dem Projekt „Rollstuhlparcours“ teilzunehmen.


Konnten interessante Erfahrungen sammeln: (v.l.) Christina Limberger, Renate Waldherr, MSc, Martina Luschnitzky, Johannes Wachter, MSc und Cassandra Weeber

Was erstmals wie Spaß aussieht, hat einen ernsten Hintergrund. Die jungen Menschen erfahren in diesem Projekt, welches Johannes Wachter, MSc ins Leben gerufen hat, erstmals unterstützt von Renate Waldherr, MSc, wie es ist, alltägliche Situationen mit einem Handicap zu meistern und welche Probleme für Personen, die an einen Rollstuhl gebunden sind, entstehen können.

Bevor es mit dem Abenteuer losging, erfuhren die Schülerinnen und Schüler noch wichtige Informationen rund um die Handhabung der Rollstühle. Direkt im Anschluss wurden Teams gebildet, welche verschiedene Parcours meistern mussten. Diese führten über das Klinikareal zum Wiener Neustädter Hauptplatz, über den Domplatz, das BORG, bis zum Akademiebad.

Auf den verschiedenen Stationen ihres Parcours mussten sie alltägliche Tätigkeiten, wie einen Besuch im Caféhaus oder einen Einkauf im Lebensmittelgeschäft bestreiten. „Es war interessant zu sehen, wie viele Orte in der Stadt schon barrierefrei sind. Allerdings gibt es auch einige Plätze ohne Rampen, welche nur durch eine Treppe erreichbar sind. Hier braucht man die Unterstützung der Mitmenschen, um als Rollstuhlfahrerin oder Rollstuhlfahrer weiter kommen zu können. Daher ist es auch als unbeteiligte Person wichtig, immer mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen“, appelliert Jakob Brenner, Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule.

Daniela Schnell, Direktorin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule, war sichtlich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl:„ Ich bin jedes Jahr aufs Neue begeistert von unserem Projekt und möchte mich ganz besonders bei Johannes Wachter, MSc und Renate Waldherr, MSc bedanken die mit viel Herzblut und Engagement das sehr wichtige Thema der Barrierefreiheit für die Schülerinnen und Schüler praxisnah aufbereitet haben. Ich bin mir sicher, dass alle hier um eine wichtige Erfahrung im Leben reicher geworden sind.“