Ein halbes Jahrhundert Anästhesie und Intensivmedizin am Landesklinikum Neunkirchen
Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Landesklinikums Thermenregion Neunkirchen lud am 2. Oktober anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens zu einer Feier. Neben dem gesamten Team waren auch viele ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Gründer der Abteilung Prim. Dr. Heinrich Linsmayer unter den Anwesenden. Zentrales Thema dieser gelungenen Veranstaltung waren die offensichtlichen anästhesie- und intensivmedizinischen Veränderungen der vergangenen fünf Jahrzehnte.

(v.l.) Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer, Pflegedirektorin Maria Aichinger MSc, MAS, Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA, Gründer der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin Prim. Dr. Heinrich Linsmayer, Ärztlicher Direktor und Vorstand der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin Prim. Dr. Gerhard Koinig, MBA, Kaufmännischer Direktor DKHBW Johann Ungersböck, Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer
In der Medizin hat sich im letzten halben Jahrhundert so einiges verändert, auch an der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Landesklinikum Neunkirchen. So war Dr. Linsmayer 1962 noch als Einzelkämpfer auf diesem Gebiet tätig, heute besteht der Personalstand aus 23 ÄrztInnen, 28 Intensivpflegepersonal, 17 Anästhesiepflegepersonal, einer Sekretärin, 3 Stationshilfsdiensten sowie einer Reinigungskraft. „Diese Zahlen zeigen auf beeindruckende Art und Weise die geänderte Wertigkeit unserer Abteilung. Gegenwärtig betreuen wir rund 5200 operative Eingriffe sowie an die 500 Personen an der Intensiv- und Überwachungsstation und fahren zusätzlich noch an die 2000 Notarzteinsätze“, erzählt der Ärztliche Direktor und Leiter der Abteilung Prim. Dr. Gerhard Koinig, MBA. Der Wandel ist aber auch an den Behandlungsmethoden zu erkennen. War es vor 50 Jahren noch üblich, dass PatientInnen nach Operationen tagelang intensiv beatmet wurden, so liegt heute das Hauptaugenmerk darauf, diese so schnell wie möglich zu mobilisieren. Oder war damals Regionalanästhesie noch eine Seltenheit, so wird heute mehr als die Hälfte der orthopädischen Eingriffe auf diese Art „narkotisiert“. „Auch das Image der Anästhesie und Intensivmedizin hat sich in diesem Zeitraum geändert. Führte sie vormals noch ein Schattendasein, ist sie heute integraler Bestandteil moderner Medizin“, so Prim. Koinig. All dies ist aber nur durch den unermüdlichen Einsatz eines gut eingespielten Teams möglich, wie auch der Leiter der Abteilung betont: hinter allen Leistungen stehen bestens ausgebildete Personen, welche aber auch auf das Menschliche in der Betreuung und das Einfühlungsvermögen nicht vergessen. Für das Engagement, welches die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der anästhesie- und notfallmedizinischen Abteilung das ganze Jahr über erbringen, möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.





