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Erlebnispädagogisches und therapeutisches Klettern im Landesklinikum Mauer

Am 26. Juli 2013 wurde im Rahmen einer kleinen Feier der neue Kletterturm im ehemaligen Futtersilo des Landesklinikums Mauer eröffnet. Viele Besucher konnten sich davon überzeugen, dass die neun Meter hohe Silomauer bestens für die neue Verwendung als Kletterwand geeignet ist.


Petra Zöchling, Sporttherapie, Kaufmännischer Direktor Robert Danner und Alexander Harsch, Physiotherapie

Klettern stellt eine Bewegungsform dar, die koordinative, konditionelle, aber auch mentale Qualitäten fordert und fördert. Darum wird es auch in den Bereichen der Sporttherapie, Physiotherapie und Ergotherapie erfolgreich angewendet  Das erlebnispädagogische und  therapeutische Klettern wird für neurologische Patienten zur Verbesserung der Koordination, Motorik und Belastbarkeit, aber auch zur Förderung der Fein- und Grobmotorik, Kraft, Ausdauer, sowie Reaktion eingesetzt.

Auch im Gebiet der Wahrnehmung werden das Gleichgewicht, die Tiefen- und Oberflächensensibilität, die räumliche Wahrnehmung sowie die Eigenwahrnehmung gefördert. In einfachen Übungen können Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen ihr Gleichgewicht und Körpergefühl schulen. 

Im psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsfeld wird vor allem Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Vertrauen, Verantwortungsbewusstsein und Selbsteinschätzung, sowie der sozioemotionale Bereich angesprochen und gestärkt. Geistige Fähigkeiten werden durch das Definieren eines Ziels, Handlungsplanung, Gedächtnis, Konzentration und das Erstellen von Problemlösungsstrategien verbessert.

„Damit ist Klettern als ergänzendes Therapieangebot ganz wichtig, schön ist, dass es nicht nur Sinn für unsere Patientinnen und Patienten macht sondern auch Freude und Spaß mit sich bringt“, so Pflegedirektor Josef Leitner.