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Gmünder Projekt „healthacross“ ist europäisches Vorbild

Medizinische Versorgung ohne Grenzen ist am Landesklinikum Gmünd seit Februar 2013 Realität und Vorbild für andere Regionen. Eine Delegation aus der Euroregion Spree-Neiße-Bober (D - PL) pilgerte deshalb nach Gmünd und überzeugte sich vor Ort vom gelungenen Projekt.


Die deutsch-polnische Delegation aus der Euroregion Spree-Neiße-Bober und Mitarbeiterinnen der Stabsstelle EU-Projekte des NÖGUS wurden von der Standortleitung des Landesklinikums Gmünd herzlich begrüßt.

„Wir freuen uns, dass „healthacross in practice“ auch in anderen europäischen Regionen Schule macht. Am Beispiel Gmünd haben wir gezeigt, dass die Grenzen auch in der Gesundheitsversorgung fallen müssen. Davon profitiert Niederösterreich enorm: wohnortnahe Versorgung, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka.

„Mit diesem Projekt zeigen wir, dass unsere Kliniken nicht nur national top sind, sondern auch internationales Vorbild. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für die Menschen in der Region ein ganz wesentlicher Baustein der Gesundheitsversorgung. Ich freue mich, dass wir mit dem Landesklinikum Gmünd an diesem Projekt teilnehmen können“, so Landesrat Karl Wilfing.

Das Projekt „healthacross“ des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds in Zusammenarbeit mit dem Landesklinikum Gmünd sorgte bereits mehrmals international für Furore. So wurde es 2011 von der EU aus über 120 eingereichten Projekten zu den vier innovativsten grenzüberschreitenden Projekten in Europa auserkoren und durfte bei den Open Days 2011 in Brüssel als „Best Practice Projekt for Social Cohesion“ vorgestellt werden. Damit erfolgte eine Etablierung als europäisches Vorzeigeprojekt.

Zusätzlich wurde „healthacross“ im Dezember 2014 seitens der Programmverwaltung von Österreich und Tschechien zu den besten Musterprojekten im Förderprogramm 2007 – 2013 gewählt. Auch das Folgeprojekt „healthacross in practice“, bei dem die theoretischen Erkenntnisse aus „healthacross“ in die Echtversorgung der tschechischen Patienten aus der Grenzregion für ambulante Behandlung und Notfälle umgesetzt werden konnten, war ein voller Erfolg. Mittlerweile gehört diese Versorgung zum Routinealltag am Landesklinikum Gmünd und es konnte daraus eine Menge an Erfahrung gesammelt werden. Ein neues EU-Projekt für die Erweiterung auf eine stationäre Behandlung wird derzeit ausgearbeitet.

Die Stadt Guben liegt in der brandenburgischen Niederlausitz und hat eine ähnliche Geschichte wie Gmünd. Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt einschließlich des historischen Zentrums wurde 1945 zur polnischen Stadt Gubin. Aufgrund der positiven  internationalen Rückmeldungen zum Projekt „healthacross“ reiste nunmehr eine Delegation aus der Euroregion Spree-Neiße-Bober nach Gmünd. Neben der Projektpräsentation durch den Kaufmännischen Leiter des Standorts Dipl. KH-Bw. Karl Binder, den Ärztlichen Leiter des Standorts Prim. Dr. Michael Böhm und die Pflegerische Standortleiterin DGKS Herta Weissensteiner, MBA, standen ein Erfahrungsaustausch sowie die Besichtigung des Klinikums an der Tagesordnung. Die Begeisterung der Deutsch-Polnischen Delegation über die professionelle Vorbereitung und Umsetzung des Projektes war groß. Eine Einladung zum Gegenbesuch mit Projektpräsentation und der Bitte um Unterstützung bei Workshops für den Herbst wurde ausgesprochen. 

 

MEDIENKONTAKT

Landesklinikum Gmünd
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Pressekoordinatorin
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