Grenzüberschreitendes Gesundheitsprojekt geht in die nächste Etappe
Kick-off-Veranstaltung: Im EU-Projekt „healthacross in practice“ starten jetzt die Vorbereitungen, damit im kommenden Jahr auch tschechische Patienten im LK Gmünd versorgt werden können.

(v.l.) Standortleiterin Pflege DGKS Herta Weissensteiner, Pflegedirektor DGKP Robert Eberl, Kfm. Dir. Mag. Franz Huber, BR Martina Diesner-Wais, Regionalmanager Dr. Andreas Reifschneider, Kfm. Standortleiter Dipl. KH-BW Karl Binder, Ärztlicher Dir. Prim. Univ.-Doz. Dr. Manfred Weissinger, Projektleiterin Mag. Elke Ledl, LAbg. Ing. Johann Hofbauer, Kreishauptmann-Stv. Südböhmen Mgr. Ivana Straska, Bürgermeister LR Ing Jaromir Sliva, Ärztl. Standortleiter Prim. Dr. Michael Böhm, Med. GF Dr. Robert Griessner, Qualitätsmanager DGKP Manfred Mayer (nicht im Bild: Ing. Michal Čarvas)
Von einer „wirklich neuen Dimension der Zusammenarbeit“ spricht der Medizinische Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, Dr. Robert Griessner, bei der Kick-off-Veranstaltung: „healthacross in practice“ bringe erstmals spürbar Bewegung in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitssystem. Was 2008 mit dem EU-Projekt „healthacross“ vor allem mit theoretischen Arbeiten begann, ermöglicht im kommenden Jahr 100 bis 150 tschechische Patienten eine Behandlung im nahen LK Gmünd.
Denn die Bevölkerung von Ceskè Velenice kann das Landesklinikum zwar sehen, muss aber in ein 60 Kilometer entferntes Krankenhaus fahren oder gebracht werden. Das soll sich mit „healthacross in practice“ endlich ändern, erklärt der für das Waldviertel zuständige Regionalmanager der NÖ Landeskliniken-Holding, Dr. Andreas Reifschneider: „Bei schweren Verkehrsunfällen und Arbeitsunfällen in tschechischen Betrieben versorgen wir die Nachbarn jetzt schon mit. In der Pilotphase 2013 werden wir den Regelbetrieb testen.“
Ziel von „healthacross in practice“ ist, die gesamte Bevölkerung in der Grenzregion medizinisch optimal zu versorgen – über die Grenze hinweg. Das Pilotprojekt im LK Gmünd ermöglicht, finanzielle, rechtliche und medizinische Aspekte der gemeinsamen Versorgung auszutesten. Derzeit laufen die Vorbereitungen, wie Mag. Elke Ledl, Leiterin der Abteilung EU im NÖ Gesundheits- und Sozialfonds NÖGUS, erklärt: „Damit von Februar bis Mai 2013 alles reibungslos klappt, verhandeln wir jetzt mit den Sozialversicherungsträgern, klären diverse rechtliche Fragen und adaptieren die Abläufe im Klinikum unter der Leitung von Prozessmanager DGKP Manfred Mayer.“ Dazu gehören Aufnahme- und Aufklärungsbögen auch in tschechischer Sprache ebenso wie die Sprachkurse, die die Mitarbeiter im LK Gmünd besuchen. Die Ergebnisse des Pilotprojekts sollen dann bis Jahresende 2013 ausgewertet werden.
Dipl. KH-BW Karl Binder, Kaufmännischer Standortleiter, erklärt: „Für uns ist die Zukunftsperspektive einer grenzüberschreitenden Krankenhaus-Kooperation von großer Bedeutung, und sie geht weit über die diversen Kooperationen der Rettungsdienste und mit den niedergelassenen Ärzten und Fachärzten hinaus – sie führt zu einem wirklichen Zusammenwachsen der Regionen Südböhmen und Waldviertel.“
Informationen: www.healthacross.eu, www.lknoe.at





