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Größtes Erdwärme-Projekt Österreichs wird im Landesklinikum Neunkirchen umgesetzt

Das Landesklinikum Neunkirchen setzt beim Neubau auf eine der innovativsten Energiequellen der Zukunft: die Erdwärme, auch Geothermie genannt. Als Geothermie wird die in der Erdkruste gespeicherte Wärme bezeichnet. Diese erneuerbare Energiequelle hat mehrere Funktionen: Im Winter kann sie zum Heizen verwendet werden, im Sommer unterstützt sie die Klimatisierung des Gebäudes. Erdwärme kann sogar indirekt zur Erzeugung von elektrischem Strom genutzt werden.


(v.l.) Regionalmanager der Thermenregion DI Alfred Zens MBA, Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer.

„Es freut mich, dass beim Neubau des Landesklinikums Neunkirchen das größte Erdwärme-Projekt Österreichs umgesetzt wird. Die Nutzung der Erdwärme ist eine der vielversprechendsten Energiequellen der Zukunft, denn Erdwärme ist überall vorhanden und ein weiterer Vorteil ist, dass es sich um erneuerbare Energie handelt“,  betont Landesrat Karl Wilfing.

Nach Fertigstellung der Rohbauarbeiten beginnt man mit den Tiefenbohrungen für die Erdwärme beginnen.

Die Projektleiter des Neubaus (Diplomierter Krankenhausbetriebswirt Ing. Franz Pöltl, DI Bianca Schöller und Hofrat DI Wolfgang Wenzl) informieren über die Vorgangsweise: „Wir führen mit bis zu drei Bohrgeräten, aufgeteilt auf fünf Sektoren, 100 bis 150 Tiefenbohrungen durch, um zur Erdwärme zu gelangen. Die Löcher haben allesamt eine Tiefe bis 150 Metern. Über eine Trägerflüssigkeit wird die Wärme aus dem Boden aufgenommen und mittels eines Rohrsystems an die Erdoberfläche geleitet. Dort wird die Wärme an eine Wärmepumpe abgegeben und auf das richtige Temperaturniveau gebracht.“ Die Tiefenbohrungen werden von der Firma Hagleitner Bohrtechnik aus Tirol durchgeführt, die in diesem Bereich bereits umfangreiche Erfahrungen hat.

Die Fertigstellung dieser Bohrungen ist für November 2014 geplant.

„Durch die Nutzung der Erdwärme können wir den Strom- und Wärmeverbrauch des Krankenhauses massiv senken. Im Winter können wir in etwa 700 Kilowatt Wärme gewinnen und im Sommer sogar 900 Kilowatt Kälte“, berichtet der Kaufmännische Direktor des Landesklinikums Neunkirchen, Diplomierter Krankenhausbetriebswirt Johann Ungersböck, stolz.