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Herzinfarktversorgung Waldviertel

LK Gmünd, Horn, Waidhofen/Thaya, Zwettl: Am 4. Mai 2012 wurde das Myocard-Netzwerk Waldviertel präsentiert – ein Meilenstein in der Herzinfarktversorgung.


(v.l.) Prim. Dr. Harald Mayr, 3. Med. Abteilung LK St. Pölten, Projektverantwortlicher Prim. Harald Penz, LK Waidhofen/Thaya, LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Dr. Martin Bayer, Kompetenzbereich Notarztwesen NÖ Landeskliniken-Holding, Prim. Univ.-Doz. Dr. Gerhard Kronik, Abt. Innere Medizin LK Krems

Das Myocard-Netzwerk Waldviertel ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landeskliniken Horn, Gmünd,  Waidhofen/Thaya und Zwettl. Ziel dieses Netzwerks ist es, eine einheitliche und gemeinsame Vorgehensweise bei Herzinfarkt zu gewährleisten. Erstmals im deutschsprachigen Raum gelang es, die Datenübertragung über Geräte verschiedener Hersteller zu koppeln und in ein funktionierendes System einzubinden.   Mit der Entwicklung dieses Systems wurde ein Weg gefunden, auch entlegenste Gebiete des Waldviertels ohne geografische Nachteile in der Herzinfarktversorgung zu erreichen. Es gibt sehr entlegene Gebiete, denen auch eine optimale medizinische Versorgung auf diesem Gebiet zukommen muss.  Ziel des Netzwerkes ist, Patienten mit Herzinfarkt so rasch wie möglich in ein Katheterzentrum (Krems, St. Pölten) zu bringen und gleichzeitig die Übertragung von lebenswichtigen Informationen bereits vom Notarztwagen aus an das Zielkrankenhaus zu garantieren. Um einerseits die Information bezüglich des Zustandes des Patienten für das Zielhaus zu verbessern, ist es seit kurzer Zeit möglich, EKG Daten an die Zielkrankenhäuser Krems und St. Pölten zu übertragen. In einem gemeinsamen Projekt, genehmigt und unterstützt durch die NÖ Landeskliniken-Holding, ist es gelungen, die Notarztwagen Waidhofen/Thaya, Zwettl, Gmünd und Horn sowie die Notarzteinsatzfahrzeuge Raabs/Thaya und Retz einzubinden.   Die Übertragung der EKGs ist Web-basierend und dauert ca. 10 Sekunden. Damit ist gewährleistet, dass es zu keiner wesentlichen Verzögerung durch den Übertragungsvorgang kommt. In den Kliniken St. Pölten und Krems sind die Empfangsgeräte auf der Notfallstation bzw. Intensivstation platziert. Unmittelbar vor der Übertragung wird zusätzlich telefonisch mit der Zielklinik Kontakt aufgenommen.   Die Testphase wurde mit Ende März 2012 beendet. Das Projekt befindet sich aktuell in der Implementierungsphase. Das Myocard-Netzwerk Waldviertel garantiert eine wesentliche Verbesserung der Herzinfarktversorgung der gesamten Bevölkerung in der Region.   Innovationskraft und beispielhafte Kooperation der Beteiligten in den Landeskliniken Gmünd, Waidhofen/Thaya, Zwettl, Horn, Krems und St. Pölten sowie des Roten Kreuzes ermöglichen  dieses zukunftsweisende Projekt im Waldviertel.