Innovatives Entwicklungsprojekt erfolgreich abgeschlossen – neuer Flugtransportinkubator für das Landesklinikum St. Pölten
Einzigartig in Niederösterreich freut sich das Landesklinikum St. Pölten über ein flugtaugliches Transportinkubatorsystem, das eine medizinisch optimale Beförderung und maximale Sicherheit für die kleinsten Patientinnen und Patienten gewährleistet.

(v.l.) DKKS Alexandra Kerschbaum, OÄ Dr. Ulrike Greibich, Mag. Dr. Bernhard Kadlec, Kaufmännischer Direktor, DKKS Ilse Stadler, Ing. Christian Müllner, MSc, Technischer Leiter, OÄ Dr. Ursula Schneider; Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung, Prim. Univ.-Prof. Dr. Christoph Hörmann, Leiter Anästhesiologie und Intensivmedizin, Cpt. Günter Grassinger (Pilot/Stützpunktleiter C2), OA Dr. Martin Klezl (Anästhesie LK Krems) und HCM Jürgen Pfeiffer (RK Krems)
Flugtransportinkubatoren werden für die schnelle und sichere Überstellung von Frühgeborenen und erkrankten Neugeborenen, zur speziellen medizinischen Versorgung in einer anderen Klinik, eingesetzt.
Da das bestehende flugfähige Transportinkubatorsystem am Landesklinikum St. Pölten die maximale technische Nutzungsdauer bereits erreicht hatte, war eine Neuentwicklung erforderlich. „Durch die intensive Zusammenarbeit von medizinischen Anwendern, Hersteller und Medizintechnik konnte ein innovatives Flugrettungsgerät entwickelt werden“, erklärt Ing. Christian Müllner, MSc, Stellvertretender Kaufmännischer Direktor und Technischer Leiter im Landesklinikum St. Pölten.
Gemeinsam mit dem Lieferanten des Flugtransportinkubatorsystems, den medizinischen Anwendern der Kinder- und Jugendabteilung und der Medizintechnik des Landesklinikums St. Pölten sowie der Abteilung für Umwelttechnik des Landes NÖ und dem Team Christophorus 2 des ÖAMTC wurde ein mobiles System auf höchstem Entwicklungsstand, konzipiert.
Das Gesamtsystem ist entsprechend spezieller Anforderungen leichter und mobil ausgelegt und verfügt über eine moderne technische Ausstattung. Es bietet den Rettungskräften und dem medizinischen Begleitpersonal mehr Sicherheit, eine verbesserte Handhabung der Geräte sowie zusätzliche Möglichkeiten der Überwachung und Betreuung. Der Transportinkubator verfügt u.a. über ein Absauggerät, ein Beatmungsgerät, Infusionsspritzenpumpen sowie Sauerstoff- und Druckluftversorgung zur optimalen intensivmedizinischen Versorgung.
Eigens für dieses System wurde auf Basis der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (European Aviation Safety Agency EASA) ein Flugbetriebshandbuch für die Verwendung im Helikopter EC 135 erstellt. Als Besonderheit mussten hierfür sämtliche Komponenten hinsichtlich ihrer Einsatztauglichkeit in Flughöhen über 1.000 m überprüft werden.
„Mit dem neuen flugtauglichen Transportinkubator haben wir ein hochmodernes, technisch höchst anspruchsvolles Transportmittel für unsere kleinsten Patientinnen und Patienten, das sowohl allen sicherheitstechnischen, aber auch medizinischen Anforderungen entspricht. Wir freuen uns, dass wir damit wieder einen wichtigen Schritt zur optimalen Versorgung der neonatologischen Versorgung in Niederösterreich getan haben und damit die besten Voraussetzungen für die zentrale Betreuung dieser Patientengruppe schaffen konnten.
Mein besonderer Dank gilt allen, die bei der Lösung dieser extremen Herausforderungen mitgearbeitet haben“, freut sich Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung im Landesklinikum St. Pölten.





