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Innovatives Verpflegungsmanagement im Klinikum

HOLLABRUNN: Im Landesklinikum Hollabrunn wird seit Februar 2012 die Speisenanforderung für stationäre Patienten über ein EDV-Programm abgewickelt.


Küchenchef Friedrich Gföller mit den Diätologinnen (von links) Claudia Kölbl und Monika Kaiser

Analog mit dieser Umstellung fand die Herausgabe eines neuen Kostformenkataloges statt.  Im Sommer 2011 erfolgte der Start für die computerunterstützte Speisenanforderung im Landesklinikum Hollabrunn, die Umstellung selbst fand im Februar 2012 statt. Vor der EDV-mäßigen Umsetzung füllte das Pflegepersonal die Essenskärtchen händisch aus, anschließend bearbeiteten Diätologinnen und Küchenpersonal diese mehrmals täglich und erstellten die entsprechenden Produktionslisten.

Aufgrund der durchgeführten Umstellung ist die Speisenanforderung nun übersichtlicher, nachvollziehbarer und effizienter, da Änderungen mittels Computer besser kontrollierbar sind. Nach der Dateneingabe durch das Pflegepersonal, werden diese Anforderungen von den Stationen per EDV in die Küche weitergeleitet, und die entsprechenden Produktionslisten und Essenskarten für den Patienten werden automatisch erstellt.

Damit dieses System perfekt funktionieren kann, waren enorme Vorbereitungsmaßnahmen und -arbeiten seitens der Diätologinnen und des Küchenteams am Landesklinikum Hollabrunn nötig. In das neue EDV-System wurden 50 Kostformen implementiert, für jede einzelne Speise dieser Kostformen musste eine individuelle Rezeptur in den PC eingegeben werden. Insgesamt wurden fünf unterschiedliche Wochenspeisepläne (diese beinhalten mehrere verschiedene Menüs täglich, aus denen gewählt werden kann) erstellt, um den Patientinnen und Patienten ein abwechslungsreiches Speisenangebot präsentieren zu können. Diese Speisepläne wechseln sich wöchentlich ab und gewährleisten somit eine große Menüvielfalt.

Küchenchef Friedrich Gföller betont die Vorteile des neuen Bestellwesens: „Vor der Umstellung musste eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit der Erfassung und Kalkulation der Essensanforderungen betraut werden, jetzt wird Menüanzahl und Bedarfsmenge EDV-mäßig erstellt. Somit können wir zeitsparender und ressourcenschonender arbeiten. Die  dadurch frei gewordenen Kapazitäten können wir bei der Zubereitung der Speisen sehr gut einsetzen.“

Gleichzeitig mit der Umstellung auf die computerunterstützte Speisenanforderung wurde von den Diätologinnen des Landesklinikums Hollabrunn ein neuer Kostformenkatalog herausgegeben. In diesem sind die am Landesklinikum angebotenen Diätformen und Kostformen, den Kostaufbau und eine übersicht über die künstliche Ernährung beschrieben und erklärt. Der Kostformenkatalog soll als Nachschlagewerk für Ärzte und Pflege dienen.

Diätologin Monika Kaiser erklärt: „Das neue Verpflegungsmanagement im Klinikum kombiniert mit dem neuen Kostformenkatalog bedeutet eine erhebliche Qualitätssteigerung.“