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Kick-off-Veranstaltung für Videokonferenzen im Rahmen der Tumorboards

Am 28. September 2012 fand die Kick-off-Veranstaltung zu den videounterstützten Tumorboards im Landesklinikum Zwettl statt. Videokonferenzen ergänzen nun die standortübergreifenden Tumorborads im Waldviertel.


Prim. Prof. Dr. Martin Breitenseher, Leiter Radiologie LK Horn, Prim. Dr. Preis, Leiter Interne Abteilung LK Waidhofen/Thaya, Mag. Sandra Büchse, Kompetenzbereich Qualitätsmanagement und Patientenzufriedenheit LK Holding, OA Dr. Andreas Kretschmer, Interne Abteilung LK Waidhofen/Thaya, Prim. Dr. Winfried Strohmayer, Leiter Radiologie LK Zwettl, OÄ Dr. Martina Hassmann, interim. Leitung Pathologie LK Horn, Prim. Dr. Thomas Mayrhofer, Leiter Chirurgie LK Zwettl, Mag. Thomas Pökl, LK Holding, Prim. Univ.-Doz. Dr. Manfred Weissinger, Ärztlicher Direktor LK Gmünd-Waidhofen-Zwettl.

Gerade bei Krebs sind die Zeiten, in denen ein(e) einzelne(r) Ärztin oder Arzt über alle Aspekte des Leidens Bescheid wissen konnte, lange vorbei. Nicht zuletzt deshalb sind heute sogenannte Tumorboards gesetzlicher Standard, bei denen der individuelle Therapiepfad onkologischer Patientinnen und Patienten fachübergreifend diskutiert wird. 

Am 28. September 2012 startet nun das Waldviertel die spitalsübergreifende Besetzung der Tumorboards mittels Videokonferenzen. Tumorboards finden im Waldviertel einmal bzw. alle zwei Wochen statt: Die Kliniken arbeiten eng zusammen, bis dato meist über telefonische oder persönliche Anwesenheit fachlicher Expertinnen und Experten wenn es um die spitalsübergreifende Zusammenarbeit ging. Jedoch war die persönliche Anwesenheit nicht selten mit weiten Wegen und langer Fahrtzeit verbunden. Daher wurde die Einführung von  Videokonferenzen ein unerlässlicher Bestandteil für die vollständige, interdisziplinäre Tumorboardbesetzung und demzufolge optimale Vernetzung in allen niederösterreichischen Landeskliniken. 

Die Vernetzung durch Videokonferenzen wird nun auf jene Fächer ausgeweitet, die nicht in jedem Landesklinikum vorkommen. Für das Waldviertel bedeutet das, dass ab sofort die Radioonkologie des Landesklinikums Krems für die Tumorboards via Videokonferenz zur Verfügung steht. Somit profitieren alle Patienten im Waldviertel vom kompletten Expertengremium für die Therapiebesprechung.  Regionalmanager Dr. Andreas Reifschneider: „Aufgrund der zunehmenden Komplexität der Behandlung von bösartigen Erkrankungen kommt der Bündelung von Fachwissen aus den unterschiedlichen Bereichen immer größere Bedeutung zu: Jeder Patient, jede Patientin bedarf einer spezifischen, individuellen Betreuung. Das Tumorboard bietet eine beispielgebende Möglichkeit, bei der Spezialisten wie interne Onkologen/Hämatoonkologen, Radioonkologen, Pathologen, Radiologen sowie Fachärzte diverser anderer Fächer Fälle besprechen, die einer fachübergreifenden Behandlung bedürfen.“ 

Derzeit wird an Ausrollung und Organisation im Umgang mit den Videokonferenzen in ganz Niederösterreich gearbeitet, sowie an diversen Anpassungen der Systeme. Es entsteht durch Organisationsveränderungen und sehr viel Engagement der Ärztinnen und Ärzte allmählich eine gemeinsame Vorgehensweise in der Durchführung und Dokumentation der Tumorboards. Mittels Videokonferenzen können nun auch spitalsübergreifend direkt ausgehend vom elektronischen Arbeitsplatz alle Arztbriefe, Radiologiebefunde und -bilder, Histologiebefunde, Laborbefunde und die gesamte Krankengeschichte gesichtet und gemeinsam besprochen werden. 

„Tumorboard und Videokonferenzen stellen eine eindeutige Erweiterung des bisherig schon sehr hohen Leistungsspektrums der NÖ-Landeskliniken dar. Neben dem Tumorboard wird demnächst ein Videokonferenzsystem zwischen den orthopädischen Abteilungen der Landeskliniken Gmünd und Zwettl installiert“, ergänzt Prim. Univ.-Doz. Dr. Manfred Weissinger, Ärztlicher Direktor abschließend.