Landes- und Universitätskliniken: Bauarbeiten schreiten zügig voran
Durch Renovierungen, Neu- und Umbauten in den Kliniken werden nicht nur optimale Strukturen für die Patientinnen und Patienten geschaffen, sondern natürlich auch bestmögliche Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie modernst ausgestattete Abteilungen, kürzere Wege oder vorbildliche Computerarbeitsplätze.

Landesrat Mag. Karl Wilfing mit Christopher Heitzer bei der Dachgleiche im Landesklinikum Neunkirchen
„Das Ausbauprogramm der NÖ Landeskliniken-Holding umfasst seit 2005/2006 ein Bauvolumen von mehr als 2 Milliarden Euro und läuft nach der derzeitigen Planung bis ins Jahr 2022/2023. Mit der Baurate 2015 von rund 200 Millionen Euro erreichen wir eine ebenso große ausgelöste Wertschöpfung und generieren 2583 Arbeitsplätze“, erklärt Landesrat Mag. Karl Wilfing.
An den Standorten St. Pölten, Baden-Mödling, Mistelbach, Amstetten, Hainburg, Neunkirchen und Hochegg laufen die begonnenen Arbeiten weiter. 2015 starteten außerdem an den Klinikstandorten Mauer, Krems, Lilienfeld, Korneuburg und Wiener Neustadt Ausbau bzw. Sanierungsarbeiten:
Das Landesklinikum Mauer wird in den nächsten Jahren umfassend erweitert und zu einem modernen Gesundheitszentrum für körperliche und seelische Gesundheit ausgebaut. Insgesamt investiert das Land Niederösterreich rund 69 Millionen Euro in die Bauphase 1. Da das unter Denkmalschutz stehende Landesklinikum in seiner Nutzungsvariabilität- und
–kapazität an seine Grenzen gestoßen ist, wurde die Erstellung einer Masterplanung für die Erweiterung und Sanierung des Landesklinikums erforderlich. Der sogenannte Gesamtausbau des Klinikums soll in mehreren Bauphasen erfolgen. In der aktuellen Bauphase 1 werden der Neubau eines multifunktionellen Bettenhauses mit 60 Betten, die Forensik mit 65 Betten und die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie mit 30 Betten und 6 Tagesklinikplätzen verwirklicht. Die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen umfassen die Herstellung von Parkplätzen, die Neuherstellung des Kanals für die Versorgung der drei Neubauten sowie Außenanlagen und das neue Küchentransportsystem. Die Fertigstellung der derzeitigen Bauphase mit Inbetriebnahme ist im ersten Halbjahr 2018 vorgesehen.
Für das Universitätsklinikum Krems ist der Bau einer Palliativstation in Planung, für die das Land Niederösterreich 3,3 Millionen Euro investieren wird.
Im Landesklinikum Lilienfeld steht ein Neu- und Umbau im Bereich der Operationsräume an, um auch zukünftig eine optimale Versorgung bei operativen Eingriffen sicherstellen zu können. Das Klinikum versorgt die Bevölkerung weit über die Bezirksgrenzen hinaus. Damit das auch in Zukunft so bleibt, investiert das Land Niederösterreich rund 4,3 Millionen Euro in den Neubau von zwei Operationssälen, die dann dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Darüber hinaus wird eine Neustruktur des Intensivbereichs mit IMCU und Aufwachraum geschaffen. Der Intensivbereich und der Aufwachraum werden im Zuge der Bauarbeiten räumlich zusammengeführt, wodurch die Effizienz der Betreuung der Patientinnen und Patienten künftig noch weiter gesteigert werden kann. Der erforderliche Neubau wird an den bestehenden OP-Komplex angebunden. Das Projekt befindet sich derzeit in einer intensiven Planungsphase, wobei die Ausschreibungen für Generalplaner, Baukoordination und Betriebsorganisationsplanung veröffentlicht wurden. Als nächster Schritt sollen demnächst die Nutzerabstimmungen beginnen. Die Fertigstellung des Bauprojekts ist für das Jahr 2018 geplant.
Im Landesklinikum Korneuburg wird zu den derzeit vier bestehenden ein zusätzlicher Operationssaal neu errichtet. Dadurch können Akutfälle künftig besser abgedeckt werden, ohne dass geplante Eingriffe verschoben werden müssen. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil das Landesklinikum Korneuburg unter anderem eine Geburtenstation sowie eine urologische Abteilung beherbergt, die häufiger ungeplante Operationen vornehmen müssen. Ziel des OP-Neubaus ist es, künftig Wartezeiten für die Patienten direkt vor einer anstehenden Operation zu verkürzen. Der bestehende OP-Trakt wird mit dem Umbau an die modernen betriebsorganisatorischen Erfordernisse angepasst. Dabei entsteht eine neue Vorbereitungs-Area, wo Patienten direkt vor dem OP auf den bevorstehenden Eingriff vorbereitet werden können.
Die zu sanierenden Schwerpunkte im Altbestand des Landesklinikums Wiener Neustadt sollen in den nächsten Jahren Zug um Zug umgesetzt werden, um einen Krankenhausbetrieb für die nächsten rund 10 Jahre gewährleisten zu können, bis das neue Krankenhaus fertiggestellt ist und in Betrieb gehen kann. Parallel dazu befindet sich das Projekt „Neubau Landesklinikum Wiener Neustadt“ in der Projektentwicklung, wo gerade gemeinsam mit dem Nutzer die Betriebsorganisationsplanung erstellt wird.





