Landesklinikum St. Pölten: Weltmeningitistag am 24. April 2014
Der Welt-Meningitis-Tag wurde 2009 vom weltweiten Dachverband der Patientenselbsthilfegruppen CoMO (Confederation of Meningitis Organisations, www.comoonline.org) ins Leben gerufen und wird in vielen Ländern zur Aufklärung über die heimtückische Krankheit genutzt. Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde informiert rund um das Thema Meningitis.
Bei Meningitis (Gehirnhautentzündung) handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die durch Bakterien übertragen wird. Die häufigsten Erreger, die eine Meningitis bei Kindern verursachen sind Pneumokokken und Meningokokken. Eine Meningitis tritt fast immer plötzlich auf, kann ohne Vorwarnung gesunde Personen treffen und ist potenziell lebensbedrohlich. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet.
Meningokokken und Pneumokokken können eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) oder eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen. Aufgrund der grippe-ähnlichen Symptome werden Meningokokken-Erkrankungen häufig erst spät, oft auch zu spät erkannt und können innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen. Etwa eine von zehn Personen, die sich infiziert haben, stirbt trotz intensivmedizinischer Behandlung. Bis zu zwei von zehn Überlebenden leiden lebenslang unter schwerwiegenden Folgen wie Hirnschäden, Schwerhörigkeit oder der Amputation von Gliedmaßen.
„Jährlich erkranken in Österreich ca. 100 Personen an Meningitis, zehn Prozent mit tödlichem Ausgang. Meningokokken der Serogruppe B sind in Österreich für annähernd 70 Prozent aller Meningokokken-Erkrankungen verantwortlich, bei Babys sogar für 85 Prozent. Die einzig wirksame Vorbeugung gegen Meningokokken-Erkrankung ist Impfen“, so Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landesklinikum St. Pölten.






