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Medizintechnik – Vom Infrarotthermometer bis zum Computertomographen

Das Universitätsklinikum St. Pölten verfügt über rund 13.600 medizinische Geräte, von Pflegebetten über Infusionspumpen bis hin zu Computertomographen. Diese müssen rund um die Uhr für die Patientinnen und Patienten einsatzfähig sein und den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen. Die Kernaufgabe der Medizintechnik am Klinikum ist unter anderem die Beschaffung von medizinisch technischen Geräten, Anlagen und Systemen, die Reparatur, Inspektion, Wartung und Prüfung von med. techn. Geräten unter Berücksichtigung sicherheitsrechtlicher und -technischer Bestimmungen.


Das Team der Medizintechnik am Universitätsklinikum St. Pölten: (v.l.) Ing. Christian Müllner, MSc, MBA, Leiter der Abteilung Technik und Stellvertretender Kaufmännischer Direktor, Ing. Erik Delivuk, Einkauf, Anna Ortner, Sekretariat, Ernst Brantner, Koordinationsstelle, Armin Fischer, MSc, Leiter Medizintechnik, Martin Dietrich, Service, Matthias Stöger, Koordinationsstelle, Anneliese Havlicek, Sekretariat

Matthias Stöger im Rahmen einer sicherheitstechnischen Kontrolle von einer Infusionspumpe

Das Team der Medizintechnik am Universitätsklinikum St. Pölten, unter der Leitung von  Armin Fischer, MSc, trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, die Sicherheit und das einwandfreie Funktionieren von medizintechnischen Geräten zu gewährleisten.

Noch während bewährte Bestandsgeräte tägliche Anwendung in diversen Operations- und Untersuchungsräumen und Laboratorien finden, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  der Medizintechnik im Hintergrund tätig und planen anhand von wirtschaftlichen und technischen Kennzahlen bereits den Ersatz dieser Geräte.

Ein Einflussfaktor der Planung ist der technische Fortschritt. Selbst die beste Investitionsplanung bewahrt nicht vor unvorhersehbaren Schäden. Aufgrund der  Bereitstellung von Überbrückungsgeräten diverser Lieferanten können unerwartete Ausfälle - bis zum Ankauf eines Ersatzgerätes - innerhalb kürzester Zeit kompensiert werden.

Bei der Anschaffung der Geräte sind sicherheitstechnische Vorschriften wie Laser- oder Strahlenschutz, die Anbindbarkeit an IT-Systeme, die nötige Ver- und Entsorgung mit Betriebsmitteln, hygienische Aspekte, sowie die zukünftigen Instandhaltungs- und Verbrauchsmaterialkosten zu berücksichtigen. Im Jahr 2014 wurden 531 Bestellungen getätigt.

Gerätestörungen und Defekte sind das „daily business“ der Medizintechnik Servicestelle. Etwa 20 Störungen pro Tag werden von den Nutzerinnen und Nutzern entweder über die telefonische Störungshotline oder über die online Störmeldeapplikation gemeldet. Im Jahr 2014 waren es rund 5.000 Meldungen.

Jede erfasste Störmeldung eines Gerätes wird einer genauesten Inspektion unterzogen und je nach Zustand entweder in Eigenleistung instand gesetzt oder ein Servicepartner wird damit beauftragt. In ca. 95 % der Fälle ist die Reparatur noch wirtschaftlich. 2014 wurden über 5.300 Reparaturaufträge erteilt.

In einer 2014 durchgeführten Kundenbefragung beurteilten 82 % der Nutzerinnen und Nutzer die Leistungen der Medizintechnik mit gut und sehr gut.

„Gerade wenn es um die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht, ist sichere und geprüfte Ausrüstung unabdinglich. In dem Hochtechnologiesektor Medizintechnik sind Geräte am letzten Stand der Technik im Einsatz, die bei der Diagnosestellung und Behandlung von Krankheiten sowie Verletzungen eingesetzt werden“, so Ing. Christian Müllner, MSc, MBA, Leiter der Technik und Stellvertretender Kaufmännischer Direktor am Universitätsklinikum St. Pölten.