Neue Methode: Spiegeltherapie
Im Institut für physikalische Medizin und Rehabilitation im LK Wiener Neustadt wird die sogenannte Spiegeltherapie angewendet.

Die Spiegeltherapie ist eine hervorragende Therapiemethode bei Nervenverletzungen der Extremitäten, Störungen des zentralen Nervensystems und Phantomschmerzen nach Amputationen.
Mit dieser neuen Methode können Nervenverletzungen der Extremitäten, Störungen des zentralen Nervensystems sowie Phantomschmerzen behandelt werden. Hierbei wird ein Spiegel vor der Körpermitte platziert, sodass die betroffene Extremität dahinter verborgen wird und die Person beim Blick in den Spiegel den optischen Eindruck zweier gesunder Extremitäten bekommt. Durch Bewegungen der nicht betroffenen Extremität und der daraus resultierenden optischen Täuschung erhält das Gehirn die Illusion einer fehler- und schmerzfreien Bewegung der erkrankten Extremität. Durch diese Wahrnehmung verändert das Gehirn die Ausschüttung von Neurotransmittern, die zum Beispiel für Phantomschmerzen verantwortlich sind. Die leitende Physiotherapeutin Klaudia Tarnok erklärt: „Fälschlicherweise glauben viele Patienten, mit dem Phantomschmerz leben zu müssen. Doch mit der leicht erlernbaren Spiegeltherapie können diese oft jahrelang bestehenden Schmerzen positiv beeinflusst werden – und das ohne jegliche Nebenwirkungen.“ Prim. Dr. Angelika Karner-Nechvile, MSc, MBA, die Leiterin des Instituts für physikalische Medizin und Rehabilitation, ergänzt: „Die Spiegeltherapie stellt eine neuere innovative Therapiemethode dar, bei der der Aspekt einer starken visuellen Stimulation zur Bewegungsförderung ausgenutzt wird. Sie führt zu Aktivitätssteigerung in der gegenüberliegenden Gehirnhälfte und ist somit einem mentalen Training ähnlich. Die Spiegeltherapie ist eine wirkliche Bereicherung im therapeutischen Spektrum der Rehabilitation und Schmerztherapie.“





