Neue zukunftsweisende Mammographie im Universitätsklinikum St. Pölten
Seit Anfang Mai verfügt das Universitätsklinikum St. Pölten, als eines der ersten Krankenhäuser in Österreich, über eine Vollfeld-digitale Tomosynthese für Mammographie Vorsorge, Diagnostik und Therapie.

Landesrat Mag. Karl Wilfing mit Prim. Univ.-Prof. Dr. Gertraud Heinz, MBA, Leiterin des Instituts für Medizinische Radiologie, Diagnostik und Intervention am Universitätsklinikum St. Pölten

(v.l.) Leitende RTA Margit Thür, RTA Elisabeth Dittrich, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Christine Pepeunig, Prim. Univ.-Prof. Dr. Gertraud Heinz, MBA, Regina Lederer
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den NÖ Landeskliniken sind mit viel Einsatz und Engagement rund um die Uhr für die Patientinnen und Patienten im Einsatz. Um dies zu gewährleisten benötigen sie auch Geräte auf höchsten technischen Standard. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussionen um die Mammographie-Vorsorgeuntersuchungen, zeigen wir daher, dass unsere Landeskliniken bestens gerüstet sind. Mit dem neuen Mammographiegerät können im Universitätsklinikum St. Pölten Untersuchungen auf höchstem medizinischem Niveau angeboten werden“, stellt Landesrat Mag. Karl Wilfing fest.
Im Frühjahr 2014 wurde im Universitätsklinikum St. Pölten in enger Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Technik und dem Institut für medizinische Radiologie, Diagnostik und Intervention das neue Mammographie System mit angebundener Biopsieeinheit, in dieser Form österreichweit erstmalig, geplant und installiert. Mit minimaler Strahlendosis ermöglicht das digitale Vollfeldmammographie-System eine zweidimensionale Mammographie sowie Schichtaufnahmen mit einer Stärke von einem Millimeter. Durch die hohe räumliche Auflösung bei optimaler Kontrastwiedergabe sind Mikrokalke und Verdichtungen klarer erkennbar. Die rekonstruierten Schichtaufnahmen garantieren eine höhere Diagnosesicherheit, indem sie überlagernde Gewebestrukturen ausblenden. Das Brustgewebe kann so besser beurteilt werden.
Wie funktioniert eine Tomosynthese? Die Röntgenröhre führt aus verschiedenen Winkeln Aufnahmen mit geringer Röntgendosis durch. Sie bewegt sich dabei in einem Bogen über die Brust und ermöglicht so die dreidimensionale Bildgebung. Die Dosis einer gesamten Aufnahmeserie ist vergleichbar mit der einer gewöhnlichen Mammographie.
Eine computerunterstützte Anwendungssoftware erhöht die Sicherheit bei der Entdeckung von Brustkrebs. Sie identifiziert und kennzeichnet Regionen, die bei üblichen Screenings und diagnostischen Mammogrammen von Bedeutung sind.
„Mittels modernster Technik ist es möglich, 3D-Tomografien der Brust zu erstellen und suspekte Befunde sofort zu lokalisieren. Die Tomosynthese stellt uns den Befund dreidimensional dar und hilft uns ganz entscheidend beim Assessment“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Gertraud Heinz, MBA, Leiterin des Instituts für Medizinische Radiologie, Diagnostik und Intervention am Universitätsklinikum St. Pölten.
Durch die Tomobiopsie kann die Strahlenbelastung für die Patientin reduziert werden. Anstelle der Übersichtsaufnahme und zwei stereotaktischen Aufnahmen wird nur noch eine Tomosynthese erstellt. Die Strahlendosis bei der Biopsie lässt sich im Vergleich zur herkömmlichen stereotaktischen Biopsie um bis zu 65 % reduzieren. Die Biopsie kann im Liegen oder im Sitzen durchgeführt werden. Sie ist kosteneffektiv, platzsparend und ergonomisch.
„Durch das reibungslose Zusammenwirken von medizinischen Anwendervertretern, dem Medizintechnik-Einkauf, sowie dem bewährten Projektabwicklungsteam der Abteilung Technik, konnte ein weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt im Bereich der Radiologie umgesetzt werden“, freut sich Ing. Christian Müllner, MSc, MBA, Stv. Kaufmännischer Direktor und Technischer Leiter am Universitätsklinikum St. Pölten.





