Praxisnah und lehrreich: Schulautonome Tage in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Neunkirchen
Kürzlich fanden in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Neunkirchen die schulautonomen Tage statt. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in den Bereichen Aromapflege, Basale Stimulation, Kinaesthetic, Wundmanagement und Validation erweitern.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3B 2012/13 mit Wundmanager Christian Prager (2. v.l.) beim Experimentieren.
Auch heuer fand im Rahmen der schulautonomen Tage in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Neunkirchen Projektunterricht statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten wählen, ob sie in den Bereichen Aromapflege, Basaler Stimulation, Kinaesthetic, Wundmanagement und Validation ihr Wissen vertiefen und erweitern möchten. Praxisnah und lehrreich wurden die verschiedenen Themenbereiche vermittelt. Dieses dreitägige Projekt wurde von den erfahrenen Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen der Schule begleitet.
Schuldirektor Roland Kabinger hebt die Wichtigkeit solcher schulautonomen Tage hervor: „Das Wichtigste ist, dass unsere Absolventinnen und Absolventen die bestmögliche Ausbildung und das Rüstzeug für ihre spätere Tätigkeit erhalten. Dazu dienen auch die schulautonomen Tage, an denen wir Schwerpunkte setzen und spezielles Wissen anbieten können, das teilweise über den Lehrplan hinausgeht.“ Diese dabei erworbenen zusätzlichen Qualifikationen kommen den Schülerinnen und Schülern in der Ausübung ihres Berufes zugute, ebenso wird dadurch die Pflegequalität erhöht und weiterentwickelt.
In der Ausbildung der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege gibt es einen schulautonomen Bereich, mit dem man besondere Akzente für die Pflege setzen kann. Der schulautonome Bereich lässt es den Schulen weitgehend offen, wie sie diese Stunden gestalten, was sie speziell anbieten, welche Schwerpunktsetzungen sie bieten möchten.
Schwerpunkte 2012
Aromapflege: Anerkannte komplementäre Pflegemethode, mit der es gelingen kann, auf einfache Art und Weise den Patientinnen und Patienten Wohlbefinden zu vermitteln, die Selbstheilungskräfte anzuregen und somit den Genesungsprozess zu fördern.
Basale Stimulation: Befasst sich mit der Bedeutung von Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation alter, kranker und behinderter Menschen. Durch dieses Konzept haben Menschen, die in diesen Bereichen eingeschränkt sind, eine Chance auf die Pflege, die ihrem momentanen Zustand angepasst ist. Wundmanagement: Wundanamnese, Physiologie der Wundheilung mit den Wundheilungsphasen, Wundbehandlung, Schmerzmanagement und Wunddokumentation
Kinaesthetic: Ein Instrument zur Analyse von menschlichen Bewegungsmustern, das in den USA entwickelt wurde. Die Kinästhetik befasst sich mit dem Studium der menschlichen Bewegung, die für das Ausüben der Aktivitäten des täglichen Lebens erforderlich ist.
Validation: Bedeutet, den alten, oft in der Vergangenheit lebenden Menschen so zu akzeptieren, wie er ist und sich in ihn hineinzufühlen. Die Anwendung der Validation hilft alten, desorientierten Menschen, ihr Selbstwertgefühl wieder herzustellen, ihre Würde wieder zu erlangen, unausgetragene Konflikte aus der Vergangenheit zu lösen und ihren Lebensabend glücklich zu verbringen.





