Projekt Notfallmanagement
Im LK Waidhofen/Ybbs wird derzeit das Projekt „Notfallmanagement, Reanimationskonzept und Schulungen“ umgesetzt.

(v.l.) stehend: DGKS Angelika Obermüller, DGKS Maria Ennser, Ass. Dr. Kathrin Zöchmann, OA Dr. Christian Erbschwendtner, DGKP Franz Fuchslueger, DGKP Christoph Sengseis, Dr. Hanna Lasslesberger, DGKP Johannes Scheiblauer, DGKP Roman Brix, Dr. Gerhard Grandl. sitzend: DGKP Christian Steinauer, DGKS Karin Petermandl, DGKP Leopold Hüttenbrenner
Der medizinische Notfall stellt eine nicht alltägliche Situation für das betroffene Personal dar. In speziellen Bereichen des Krankenhauses, wie z.B. auf den Überwachungsstationen, besteht eine gewisse Routine im Umgang mit Notfällen. In den anderen Bereichen des Klinikums ist das Personal hingegen seltener damit konfrontiert.
Diese Situationen ziehen jedoch eine hohe Belastung des gesamten Personals nach sich. Mit dem Beginn der Umbauarbeiten bzw. die Erweiterung des Versorgungsauftrages mit Etablierung des Herzkatheterlabors sowie abteilungsübergreifender Umstrukturierungen, wie z.B. der Zusammenlegung und Verlegung der Überwachungsstationen wurde es notwendig, die Struktur des innerklinischen Notfallmanagements neu zu strukturieren.
Von Mai 2010 bis 2012 erfolgte daher im Rahmen des Projektes Notfallmanagement die Anpassung des Notfallkonzeptes an die neue Situation, in diesem Zuge wurden das Schulungsprogramm intensiviert und erweitert, die notwendige Infrastruktur geschaffen und ein motiviertes Instruktorenteam geschult. Seit Beginn des heurigen Jahres werden alle MItarbeiterInnen intensiv betreut und auf die neuen Geräte geschult.
„Trainiertes Personal verbessert die Überlebenschancen des betroffenen Menschen und hilft den MitarbeiterInnen solche Situationen zu bewältigen“, so der Projektleiter, OA Dr. Christian Erbschwendtner. Nach einem Theorievortrag werden die Schulungsinhalte unter Aufsicht praktisch an speziellen Reanimationspuppen und automatischen Defibrillatoren geübt.
Die Teilnahme an den Schulungen ist für alle MitarbeiterInnen des LK Waidhofen/Ybbs verpflichtend. Die Schulungsintervalle richten sich nach der beruflichen Qualifikation und der Häufigkeit der Patientenkontakte. So gilt z.B. für alle Bediensteten des diplomierten Personals sowie für alle ÄrztInnen ein jährliches Schulungsintervall, während z.B. MitarbeiterInnen aus dem Verwaltungsbereich oder dem technischen Dienst nur alle vier Jahre geschult werden. „Ziel ist es, eine entsprechende Routine für diesen zeitkritischen, aber eher seltenen Notfall bei allen Mitarbeitern zu erreichen“, erklärt OA Erbschwendtner die Wichtigkeit des Projektes. Ein zusätzliches Ziel ist eine Sensibilisierung für kritisch erkrankte Patienten zu erreichen, um das Eintreten einer Reanimationssituation im Vorfeld bereits zu verhindern.
Mit Abschluss der Umbauarbeiten konnten jetzt auch auf allen Stationen Kästen mit jeweils einem Notfallrucksack und einem automatischen Defibrillator angebracht werden.





