Psychiatrietagung: „Psychosoziale Therapien bei Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen“
Am 20. September 2013 veranstaltete die Niederösterreichische Landeskliniken-Holding – in Kooperation mit der Abteilung für Sozialpsychiatrie der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien und den psychiatrischen Abteilungen des NÖ Landesklinikums Tulln – in der IMC Fachhochschule Krems die Tagung „Psychosoziale Therapien bei Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen.“

(v.l.) Mag. Barbara Weibold, MBA (Abteilung Medizinische und Pflegerische Betriebsunterstützung, NÖ Landeskliniken-Holding), Gwen Schulz (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Prof. Dr. Dipl.-Psych. Thomas Bock (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller, MPH, (Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health, Universität Leipzig), Matthias Rosemann, MA, (TRÄGER gGmbH, Berlin), Univ.-Prof. Dr. Michaela Amering (Abteilung für Sozialpsychiatrie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien), wHR Dr. Peter Denk, MAS, MSc, (Abteilung Medizinische und Pflegerische Betriebsunterstützung, NÖ Landeskliniken-Holding), Dr. med. Ingrid Munk (Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin), Herbert Heintz (HSSG-Landesverband NÖ), Dr. Markus Klamminger (stv. Medizinischer Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Medizinische und Pflegerische Betriebsunterstützung, NÖ Landeskliniken-Holding), Prim. ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Aigner (Abteilung Erwachsenenpsychiatrie, Landesklinikum Tulln), Prof. Dr. med. Thomas Becker (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm)
An der Veranstaltung nahmen rund 250 interessierte Personen aus ganz Österreich teil, darunter professionell Tätige aus verschiedenen Bereichen der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie Psychiatrie-Erfahrene und Angehörige. Im Rahmen der Tagung wurde die neue S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“ präsentiert. Diese Leitlinie soll zur Verbesserung der psychosozialen Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Störungen und besonderen Hilfebedarfen beitragen. Sie gibt Empfehlungen zu psychosozialen Interventionen, die hauptsächlich darauf abzielen, die individuellen Möglichkeiten der Betroffenen zu verbessern, in ihrem sozialen Umfeld weitestgehend selbstständig zu leben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
„Wir sind stolz darauf, dass wir für unsere Tagung eine Reihe von hochkarätigen Expertinnen und Experten als Vortragende gewinnen konnten, mit Prof. Dr. Thomas Becker und Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller sogar zwei der für die Erstellung der Leitlinie hauptverantwortlichen Personen.“, freut sich Dr. Markus Klamminger, der stellvertretende Medizinische Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Medizinische und Pflegerische Betriebsunterstützung der NÖ Landeskliniken-Holding, bei seiner Eröffnungsrede. In den Fachvorträgen wurden einerseits die Inhalte und die Methodik der Leitlinien und andererseits die Wirksamkeit und praktische Relevanz einzelner psychosozialer Interventionen beschrieben.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit reger Publikumsbeteiligung ging es unter anderem darum, wie die Leitlinien in die Praxis umgesetzt werden können, um die Behandlungs- und Lebensqualität von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern.





