Verabschiedung von Prim. Dr. Gabriele Lechner zum Institutsjubiläum
Das Institut für Bildgebende Diagnostik im Landesklinikum Scheibbs feiert sein 20-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wird die Institutsleiterin, Prim. Dr. Gabriele Lechner, in den Ruhestand verabschiedet.

Ärztl. Direktor Prim. Dr. Steger und leitender Radiologietechnologe Gerald Eibner verabschieden sich von Prim. Dr. Gabriele Lechner.
Die Radiologie des Landesklinikums hat Grund zum Feiern. Genau vor 20 Jahren wurde die Röntgenabteilung vom Amt der NÖ Landesregierung in ein Institut umgewandelt. Mit der Leitung wurde Prim. Dr. Gabriele Lechner betraut, die schon seit 1991 im Haus als Radiologin tätig war. Das Jubiläum ist aber auch mit Wehmut besetzt. Die allseits beliebte Fachärztin geht Ende Februar in den wohlverdienten Ruhestand.
„Viele Jahre war Fr. Prim. Dr. Lechner die einzige Radiologin im Landesklinikum Scheibbs. Wie zu dieser Zeit an kleinen Standorten durchaus verbreitet, wurden die Herausforderun- gen gemeinsam mit ihrem Röntgenteam ohne weiteren Facharzt gemeistert, Ihren Einsatz haben die Kollegen der anderen Abteilungen sehr zu schätzen gewusst. Wir fühlten uns bei Fr. Prim. Dr. Lechner immer in sicheren Händen und so erging es sicher auch den PatientInnen. Man spürte, dass sie mit hohem persönlichem Einsatz bei ihrer Arbeit war. Sie nahm sich für jeden Einzelnen Zeit und man fühlte sich bei ihr gut aufgehoben. Prim. Dr. Lechner hat immer zielstrebig vorwärts geblickt und eine großartige medizinische Entwick- lung im Landesklinikum Scheibbs bewirkt“, blickt der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Friedrich Steger auf die vergangenen 20 Jahre zurück.
Zu den Meilensteinen in der Ära von Prim. Dr. Gabriele Lechner am Institut für Bildgebende Diagnostik zählen die Einführung der Computertomographie (CT), die Einführung des Nachtdienstes für die Röntgenassistenten mit teleradiologischer Betreuung durch das LK St. Pölten außerhalb der Normaldienstzeiten, große bauliche Veränderungen des Institutes und Neuausstattung aller Geräte sowie die volle Digitalisierung der Abteilung mit elektronischem Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem. In den letzten Jahren haben im Rahmen von Exkursionen sogar Delegationen aus Russland und Saudi Arabien das Röntgen besucht.
Gerade im Bereich der Radiologie ist durch den technischen Fortschritt eine enorme Entwicklung des Aufgabengebietes und ständige Zunahme der Leistungszahlen erfolgt. Seit knapp drei Jahren hat Prim. Dr. Lechner Unterstützung durch einen radiologischen Oberarzt. Bei der Umsetzung vieler gesetzlicher Änderungen der letzten Jahre, die den medizinisch-technischen Bereich und den Strahlenschutz betrafen, war die Radiologin verantwortlich tätig. Die Einführung von Standards und regelmäßige Schulungen waren ihr ein besonderes Anliegen. Ihre Kollegen schätzen die gute Zusammenarbeit und die Verlässlichkeit, die bei der Ärztin immer gegeben war.
Das 13-köpfige RadiologietechnologInnen-Team unter der Leitung von Gerald Eibner, nimmt den Abschied ihrer Fachärztin zum Anlass, um sich nochmals gebührend für die jahrelange Unterstützung und vorbildhafte Zusammenarbeit zu bedanken. Weiters wünschen sie ihr für die Zukunft alles Gute und genügend Zeit für Familie, Sport und Reisen und ein kräftiges Weidmannsheil.
Für die Zukunft der Radiologie wünscht sich die Abteilung eine baldige Nachbesetzung der ärztlichen Leitung um einen geregelten Arbeitsablauf aufrecht zu erhalten. Die hohen Qualitätsansprüche, die Fr. Prim. Dr. Lechner zum Wohle der PatientInnen eingeführt hat, sollen fortgeführt werden, um ihren Leitsatz treu zu bleiben. Ihre Gesundheit. Unser Ziel.
Das erste Röntgengerät im Landesklinikum Scheibbs gab es übrigens schon bei der Eröffnung im Jahr 1911. Damals wurden die Röntgenbilder noch von einem Verwaltungsmit- arbeiter angefertigt. Die erste ausgebildete Radiologietechnologin, damals noch als Röntgenassistentin bezeichnet, wurde 1972, die erste Fachärztin für Radiologie 1979 eingestellt.





