Zecken – ein Stich der Folgen haben kann …
Frühlingszeit ist Zeckenzeit. Der richtige Umgang nach einem Zeckenstich und gewisse Vorsichtsmaßnahmen sind erforderlich, denn FSME und Borreliose werden durch Zecken übertragen. Gegen FSME kann man sich impfen lassen. Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Klinischen Kinder- und Jugendabteilung am Universitätsklinikum St. Pölten, klärt über die Frühsommer-Meningoenzephalitis auf und rät den eigenen Impfstatus beim Hausarzt kontrollieren zu lassen.

Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Klinischen Kinder- und Jugendabteilung am Universitätsklinikum St. Pölten
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt. Die Symptome der FSME können einer Grippe ähnlich sein, wie z.B. Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit. Die Erkrankung kann aber auch zu bleibenden Dauerschäden wie Lähmungen oder lang andauernder Rekonvaleszenz führen oder sogar tödlich enden.
„Gegen die ausgebrochene Erkrankung gibt es keine spezifische Behandlung. Es können nur die Symptome so gut wie möglich gemildert werden. Bei rund 30 % der Infizierten entwickelt sich das typische Krankheitsbild. Der einzig wirksame Schutz gegen die Erkrankung ist die FSME-Impfung“, so Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Universitätsklinikum St. Pölten.
Nach Möglichkeit sollte ein Zeckenstich vermieden werden. Folgende Maßnahmen sind zu beachten: Die Kleidung sollte die Haut bedecken, die Hose in die Socken stecken und geschlossenes Schuhwerk tragen. Nach dem Besuch von Wiesen oder Wäldern sich selbst bzw. die Kinder genau unter die Lupe nehmen und auch weniger gut einsichtige Körperstellen genau inspizieren.
Sollten Sie bereits von einer Zecke gestochen worden sein, dann entfernen Sie die Zecke möglichst rasch mit einer dünnen Pinzette. Wesentlich ist dabei, die Zecke nahe an der Haut zu erwischen und diese gerade herauszuziehen und danach die betroffene Hautstelle zu desinfizieren.
„Auch wegen des Borreliose-Risikos sollte man jedenfalls mit dem Haus- oder Kinderarzt Kontakt aufnehmen. Ein Auftreten einer Rötung unmittelbar nach dem Einstich und dem Entfernen der Zecke sind normal und bilden sich in der Regel nach ein paar Tagen zurück. Tritt jedoch nach mehreren Tagen oder Wochen eine größere Rötung auf oder sollten grippeähnliche Symptome vorhanden sein, sollte unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden“, rät Prof. Zwiauer.





